Mitgliederversammlung des Ortsverbandes

Pankow-Zentral

Wir möchten alle Mitglieder im Ortsverband Pankow-Zentral sehr herzlich zu unserer Mitgliederversammlung am Freitag, 5.12.2025, um 18 Uhr, in der Geschäftsstelle der Linken Pankow, Wisbyer Straße 37, 13189 Berlin einladen.

Für weitere Fragen schreibt an: pkw-zentral@die-linke-pankow.de

Aktivenkonferenz

Pankow auf links drehen!

Ein kleiner Bericht

Im September 2026 hat Berlin die Wahl. Wir wollen Aktion, Engagement und Freude auf die Straße bringen. Dafür machten wir am 1. November von 11 bis 16 Uhr ein Aktiventreffen in der KulturMarktHalle, Hanns-Eisler-Straße 93, 10409 Berlin.

 Für alle, die aktiv werden wollen und alle, die schon aktiv sind. Um uns weiter zu vernetzen und die Strukturen zu stärken, die wir im nächsten Jahr brauchen werden. Um Pankow auf Links zu drehen!

Viele neue und auch bekannte Genossinnen und Genossen fanden sich ein. Mit dabei hatten viele auch leckere Sachen für das Büfett. Es fanden gemeinsame Unterweisungen des Bezirksvorstandes mit Hinweisen für die Beratungen zum Wahlkampf in den Ortsverbänden statt.

Dann fanden Beratungen in den einzelnen Ortsverbänden statt. Bei uns konnten wir sehr konkret die Planungen für die Heizkostenkampagne im Februar 2026 vorbereiten. Zur Mittagspause gab es sehr viele verschiedene leckere Sachen zu essen.

Danach wurde weitergearbeitet. Ich denke, es hatte allen Spaß gemacht und jedem etwas gebracht. Vor allem sah man auch die Mitglieder persönlich, die man bis jetzt nur per Mail kannte.

Solche Aktiventreffen bringen auf jeden Fall was für unsere Partei.

                                                                                                                              Burkhard

Aktiventreffen des OV Pankow Zentral

📍 Geschäftsstelle der Linken Pankow, Wisbyer Str. 37

Diesen Freitag, am 10. Oktober, 18 Uhr, findet unser nächstes Aktiventreffen statt. Egal ob schon lang oder ganz frisch dabei, du bist herzlich willkommen!

Wir sprechen über die Situation in unseren Kiezen, vom Flora- bis Vesaliuskiez, schauen auf die Aktivitäten der letzten Monate und planen die nächsten, auch mit Blick auf die Abgeordnetenhauswahl nächstes Jahr. 

Die Partei hat am Wochenende die Mietenkampagne beraten und unser Bezirksverband veranstaltet eine Aktivenkonferenz am 1. November von 11-16 Uhr in der Kulturmarkthalle, Hanns-Eisler-Straße 93. Dort heißt es "Pankow auf links drehen". Eine gute Möglichkeit, sich auf die kommenden Monate vorzubereiten.

Mit dem Anwachsen unserer Mitgliederzahlen hat sich eine neue Basisorganisation in Pankow Zentral und Pankow Süd gebildet, die BO Rote Panke. 

Den nächsten Termin und Treffpunkt erfahrt ihr auf Nachfrage

Wir freuen uns auf Euch!

Das Pankefest 2025

am 13. und 14. September 2025

Hier ein kleiner Bericht über das Fest an der Panke am Samstag. Das Wetter war durchwachsen. Aber trotz eines ordentlichen Schauers waren die Besucher wieder schnell auf dem Fest.

Wir hatten unseren Stand in der Ossietzkystraße, wo auch die anderen Parteien ihren Stand hatten. Es interessierten sich recht viele Besucher auch für unseren Stand. Dabei konnten wir viele gute Gespräche führen. Kinder und auch interessierte Leute konnten sich kleine Perlenketten fädeln. 

Natürlich gab es auf dem Fest auch viel Kunst, Handwerk und Verpflegung.

                                                                                                                                    Burkhard

Die Mitgliederversammlung im November 2024

Der Ortsverband Pankow Zentral traf sich zur diesjährigen Mitgliederversammlung und wollte eigentlich ein Jahr mit zwei harten Wahlkämpfen ausklingen lassen und sich langsam auf die Bundestagswahl im Herbst 2025 vorbereiten. Doch durch das Aus der Ampelkoalition zwei Tage vor der Versammlung, ging es nun plötzlich darum, die Mitglieder auf einen erneuten Wahlkampf einzustimmen.

Dass bereits im Sommer 2024 die beschlossen wurden, schon in diesem Winter die Wahlen für die Wahlkreisvertreter*innenversammlung und Bezirksvertreter*innenversammlung durchzuführen, erwies sich jetzt als Glücksfall. Dementsprechend lag auch der Fokus der Mitgliederversammlung auf diesen Wahlen. Für beide Versammlungen konnten alle Mandate entsprechend der Quotierung besetzt werden und auch Neumitglieder kandidierten erfolgreich für ein Mandat.

Nach den Wahlen für die Wahlkreis- und Bezirksvertreter*innenversammlung wurde ein bisher unbesetzter Platz im Vorstand nachgewählt und Franziska ist jetzt auch Teil des Ortsvorstandes. Anschließen wurden Delegierte und Ersatzdelegierte für die Hauptversammlung nachgewählt.

Wir beglückwünschen alle Gewählten zu ihren Mandaten und bedanken uns herzlich bei Gisela für die Vorberei-tung und Durchführung der Mitgliederversammlung.

                                                                                                                    Max

 

Jüdisches Leben in Pankow

An prominenter Stelle in der Berliner Straße, gegenüber dem Garbatyplatz und in der Nähe des Bahnhofs Pankow, steht das eindrucksvolle Gebäude des ehemaligen Jüdischen Waisenhauses, das heute die Stadtbzirksbibliothek Janusz Korczak beherbergt. Wer allerdings von diesem Gebäude aus auf ein reiches jüdisches Leben in Pankow schließt, muss sich eines Besseren belehren lassen. Wie Ralph Hoppe in seinem Pankow-Buch berichtet, war die jüdische Bevölkerung in Pankow von relativ geringer Anzahl.

1910 waren es nur 1335 Menschen jüdischen Glaubens (1,7 % der Bevölkerung) und 1925 trotz gewachsener Einwohnerzahl der Stadt nur 1566. In der Zeit des Faschismus wurden die jüdischen Mitbürger gnadenlos verfolgt. Wer nicht ins Ausland flüchten konnte, wurde in die Konzentrationslager verschleppt und ermordet.

Im jüdischen Waisenhaus gibt es eine Dokumentation über 579 deportierte und ermordete Pankower Juden. Im 19. und in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts waren Juden fester Bestandteil der Bevölkerung. Sie gehörten zu den begüterten Bürgern und Geschäftsleuten, aber auch zu Handwerkern und Gewerbetreibende oder auch Ärzten.

Einer von Letzteren war der bekannte Arzt Emanuel Mendel (1839-1907), nach dem die Mendelstraße benannt ist. Er führte in Pankow eine Landarztpraxis, spezialisierte sich dann jedoch auf die Nervenheilkunde und baute hier seit 1868 eine private Nervenheilanstalt auf. 1884 wurde er außerordentlicher Professor an der Berliner Universität und widmete sich vor allem der Forschung, deren Ergebnisse er in verschiedenen Monographien und Zeitschriften publizierte.

Ein anderer prominenter Vertreter der jüdischen Einwohner Pankows war Josef Garbáty (1851-1939). Seine Familie stammte aus dem Belarussischen, wanderte aber im19. Jahrhundert nach Preußen aus. Josef Garbáty eröffnete Ende des 19. Jahrhunderts in der Schönhauser Allee eine Zigarettenfabrik. Ab 1906 wurde dann in der Hadlichstraße und ab 1912 in der Berliner Straße produziert. Das große Werkgebäude in der Nähe des Pankower Bahnhofs dürfte vielen Lesern noch in Erinnerung sein.

1939 emigrierte die Familie nach Amerika, Josef Garbáty selbst blieb bis zu seinem Tod in der Villa Garbáty, einem Gebäude, an der Berliner Straße, das zu DDR-Zeiten Sitz der bulgarischen Botschaft war. Verdienstvoll war sein Bemühen um gute Arbeitsbedingungen für die Arbeiter seiner Fabrik. Es gab eine Kantine, Pausenräume, Bäder und sogar eine Bibliothek. Die Firma trat auch als Förderer von Sportvereinen und Sportveranstaltungen in Erscheinung.

Auch das Jüdische Waisenhaus wurde von Garbáty großzügig unterstützt. Im Jahre 2000 wurde der Platz vor dem Pankower Bahnhof zu Ehren Garbáty in Garbátyplatz umbenannt. Für diese Ehrung hatte sich besonders Inge Lammel (1924-2015) eingesetzt.

Als Kind jüdischer Eltern im Prenzlauer Berg geboren, entkam sie der Ermordung durch die Nazis mit dem letzten Kindertransport jüdischer Kinder nach Großbritannien. Nach ihrer Rückkehr studierte Inge Lammel an der Humboldt-Universität und arbeitete danach an der Akademie der Künste. Ihr Spezialgebiet und das Thema ihrer Dissertation war das Arbeiterlied. Noch in hohem Alter widmete sie sich einem neuen Thema, dem Schicksal jüdischer Bürger in Pankow. Sie setzte sich für die Anlage von Stolpersteinen und für die Umbenennung des Bahnhofsvorplatzes in Garbátyplatz ein, veröffentlichte Beiträge zum jüdischen Leben in Pankow und machte selbst Führungen zu Erinnerungsstätten. - Die Reihe mit Pankow verbundener jüdischer Persönlichkeiten ließe sich fortsetzen.

Doch soll zum Abschluss noch einiges zur Geschichte des Jüdischen Waisenhauses gesagt werden. Es entstand nicht, wie manchmal angenommen wurde, als Heimstätte für elternlose jüdische Kinder aus Pankow, sondern war eher so etwas wie ein Flüchtlingsheim. Als in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts im russischen Zarenreich Judenpogrome fast alltäglich wurden, organisierte ein Flüchtlingskomitee eine Heimstätte für jüdische Waisenkinder. Es war zunächst ein Landhaus an der Berliner Straße 35, das 40 Jungen Obdach bot. 1891 erwarb die Jüdische Gemeinde das Objekt. Später siedelte das Waisenhaus in die Berliner Straße 120 um. Nach einem Dachstuhlbrand erhielt der bekannte Baumeister Alexander Beer den Auftrag für einen Neubau, der 1911/12 in seiner heutigen Form fertiggestellt wurde. Bis zu 100 Kinder und Jugendliche erhielten hier eine Ausbildung. Nach einem Naziüberfall konnten die meisten Kinder ins Ausland fliehen. Auch dank der Bemühungen von Inge Lammel ist heute die Geschichte dieses Hauses gut dokumentiert.

Wer Näheres zu diesem Thema erfahren möchte, empfehle ich die neben der Wikipedia auch für diesen Beitrag genutzten Quellen:

Ralph Hoppe: Pankow. Zwischen Idylle und Metropole.2. Aufl., Berlin 2013.

Kerstin Lindstädt: Berlin-Pankow. Aus der Orts- und Baugeschichte. 2. Auf., Berlin 2013.

Bewahren, Verbreiten. Archivare, Bibliothekare und Sammler der Quellen der deutschsprachigen Arbeiterbewegung. Supplement. Bonn, 2017.

                                                                                                                                                                                              H. Sommer

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