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Wendeschleife der Straßenbahn an der Elisabeth-Aue.

extraDrei

Elisabeth-Aue: Behutsam bebauen

Die mögliche Bebauung der Elisabeth-Aue zwischen Französisch Buchholz und Rosenthal ist ein Dauerthema im Bezirk. In der letzten Legislatur wurden die Planungen hierzu zunächst auf Eis gelegt.

Der neue rot-grün-roten Koalitionsvertrag sieht nunmehr die Elisabeth-Aue als Wohnungsbaustandort vor. Gleichwohl sind keine Wohnungsbauzielzahlen genannt.

Das hinderte den früheren und neuen Senator für Stadtentwicklung von der SPD allerdings nicht, die Debatte so zu eröffnen, wie wir es leider kennen. Das Wohnungsbaupotential soll mit einer Zielzahl von 5.000 zu bauenden Wohnungen voll ausgereizt werden. Die Ideen für eine behutsame Bebauung, wie sie von verschiedenen Parteien und Akteur*innen vor Ort entwickelt wurden, werden dabei ebenso ignoriert wie die zahlreichen Beschlüsse der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) in den letzten Wahlperioden.

So war es nicht verwunderlich, dass gleich zwei Anträge von insgesamt drei Fraktionen zu diesem Thema in die letzte BVV eingebracht wurden. Die Partei DIE LINKE und die Linksfraktion Pankow haben ihre Vorstellungen für einen zukunftsfähigen und bezahlbaren Wohnungsbau vor kurzem veröffentlicht. Die Linksfraktion hat diesen Forderungskatalog, der eine Festsetzung einer Wohnungsbauzielzahl ablehnt und auf eine sozialökologische Entwicklung setzt, nun auch in die BVV eingebracht. Wir wollen keine neue Schlafstadt, sondern einen lebenswerten Stadtteil.

Ein gemeinsamer Antrag von CDU und SPD geht tendenziell in die gleiche Richtung, ist aber allgemeiner und weniger verbindlich formuliert. Beide Drucksachen wurden nun zur weiteren Beratung in den Ausschuss für Stadtentwicklung überwiesen.


Sandra Brunner
Mitglied des Abgeordnetenhauses

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