Maria Bigos
für das Gleimviertel, Arnimplatz und Helmholtzkiez
Über mich
Geboren wurde ich 1985 in Ustrzyki Dolne, einer Kleinstadt in den polnischen Karpaten. Kurz vor dem Mauerfall kam ich nach Deutschland und wuchs in Bremerhaven auf. In Bayern machte ich den Realschulabschluss und in Berlin Abitur. Ich suchte einen Ausbildungsplatz und studierte Anthropologie mit einem Schwerpunkt auf Krisen- und Konfliktforschung.
Neben dem Studium arbeitete ich in einem Kinobetrieb und durchlief an der Universität zahlreiche berufliche Stationen. Acht Jahre setzte ich mich in der Personalvertretung für bessere Arbeitsbedingungen ein. Aktuell arbeite ich als Referentin im Deutschen Bundestag zu den Themen Bildung, Hochschule, Wissenschaft, Forschung, Technologie und Raumfahrt.
Seit fünf Jahren bin ich Kommunalpolitikerin und Vorsitzende der Linksfraktion Pankow. Ich engagiere mich insbesondere in der Jugendpolitik und kämpfe für den Erhalt unserer sozialen Angebote. Ich möchte bestmögliche Rahmenbedingungen schaffen, damit alle Menschen ein selbstbestimmtes Leben führen können.
Kinderrechte stärken – Zusammenhalt sichern
Eine lebendige Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Sie muss gemeinsam gestaltet und verteidigt werden. Das ist meine Überzeugung! Die soziale Spaltung und der Rechtsruck haben eine der schutzbedürftigsten Gruppen unserer Gesellschaft erreicht: Rechtsextreme ködern systematisch Kinder und Jugendliche. Sie tun das, indem sie gezielt offene Bedürfnislagen ansprechen. Sie bauen auf sozialer Instabilität und persönlichen Ausgrenzungserfahrungen auf. Das besorgt mich auch als Mutter und ich setze mich dem entschieden entgegen.
Wir brauchen eine starke und handlungsfähige Jugendhilfe und Jugendsozialarbeit. Jugendeinrichtungen sind Orte des Schutzes, der politischen Bildung und der niederschwelligen Beteiligung. Wo Angebote wegfallen, da eröffnen sich Leerstellen, die von Rechtsextremen besetzt werden. Gleichzeitig müssen Programme gegen extremistische Netzwerke ausgebaut und klare Handlungsstrukturen geschaffen werden. Ich setzte mich dafür ein, dass konsequent und wirksam gegen gewaltorientierte Strukturen vorgegangen wird.
Gleichzeitig müssen wir die soziale Teilhabe verbessern! Denn nicht das Alter, sondern Krisen fördern rechtes Denken und soziale Ungleichheit zementiert es. Deshalb müssen wir früh ansetzen und Risikofaktoren wie eigene Gewalterfahrungen, Bildungsnachteile und erschwerte Teilhabe reduzieren. Auch Armut, Existenzangst und Wohnungsunsicherheit erhöhen die Anfälligkeit für Sündenbockmechanismen. Das sind gesamtgesellschaftliche Probleme, die wir gemeinsam angehen müssen und für deren Lösung ich mich entschlossen einsetze!
Prenzlauer Berg Nord – Unsere Kieze, unser Zuhause
Unsere Kieze prägen den Prenzlauer Berg: Hier treffen Generationen und Lebensrealitäten aufeinander. Ob in Eigentumswohnungen, sanierten Gebäudekomplexen oder landeseigenen und genossenschaftlichen Wohnungen – wir alle verdienen eine Politik, die unsere vielfältigen Lebenserfahrungen und Alltagsrealitäten anerkennt und schätzt; eine Politik, die mit gesellschaftlichen Veränderungen schritthält und Menschen vor Profite stellt!
Die Gentrifizierung ist in unseren Kiezen weitgehend abgeschlossen. Während nach dem Mauerfall noch selbstverwaltete Hausprojekte dominierten, die den damaligen Leerstand sicherten, sanierten und bezahlbaren Wohnraum schafften, nehmen heute befristete, teilmöblierte Vermietungen und Eigenbedarfskündigungen zu. Dahinter stehen teils Investoren in Holding-Strukturen, die durch Steuervermeidung auf Rendite statt Erhalt zielen. Mietende tragen die Hauptlast steigender Wohnkosten. Doch auch Selbstnutzende und Kleinvermietende haben das Nachsehen.
Wir brauchen dringend mehr Transparenz in den Eigentumsverhältnissen und eine wirksame Regulierung von Zweckentfremdung. Das sind unsere Kieze – das ist mein zu Hause! Ich kämpfe für stabile Nachbarschaften mit lebendigen Orten der Begegnung, funktionierender Infrastruktur und sozialer Sicherheit - Für dich, für euch, für alle!

