Christian Zebisch

für Pankow-Zentrum und Niederschönhausen

Über mich

Ich bin 1984 in Berlin Hellersdorf geboren und aufgewachsen. Meine Mutter war selbstständig, immer lange auf Arbeit und alleinerziehend. Kita und Hort waren wichtige Orte für mich, genauso wie die vielen Fußballplätze zwischen den Plattenbauten. Für die fußläufige Erreichbarkeit der öffentlichen Schwimmhalle, der Stadtteilbibliothek, der Schule und des Jugendclubs bin ich dankbar. Ich weiß um den großen Wert dieser öffentlichen, sozialen Infrastruktur aus eigenem Erleben. 

Später habe ich in Berlin die Fächerkombination Sozialkunde / Arbeitslehre studiert und mit dem Master of Education abgeschlossen. Neben Schule und Studium bin ich seit meinem 16. Geburtstag durchgängig in Lohnarbeit tätig gewesen. Zunächst habe ich 4 Jahre geputzt. Seit dem Zivildienst in einer Behindertenwerkstatt, bin ich diesem Bereich treu geblieben, habe stets in der Eingliederungshilfe, meist als Assistent für Menschen mit Behinderung, außerdem in Teilzeit für Abgeordnete der Linksfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus und als Musiker in Theater und Konzert gearbeitet. Als Vater einer 7- und einer 14- jährigen Tochter lebe ich den Marathon, den die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bedeutet. Wir leben in Pankow. 

Gerechtigkeit für alle Generationen

Mietwucher, Verdrängung und zu wenig leistbarer Neubau. Der Mieten-Notstand geht uns alle an. Als Linke wollen wir eingreifen, denn der Markt regelt es nicht. Schnelle Wirkung erreichen wir durch Law and Order gegen Mietwucher, den Mietendeckel bei den Landeseigenen Wohnungsunternehmen und die Umsetzung des Volksentscheids zur Vergesellschaftung von Wohnraum. Unsere Sicher-Wohnen-Gesetz sorgt dafür, dass jährlich bis zu 17.000 WBS-Wohnungen auf den Markt kommen, ohne dass dafür Steuergeld ausgegeben werden muss. Große Eigentümer werden dazu verpflichtet, einen Anteil ihrer Neuvermietungen zu moderaten Preisen zu vermieten. Zusätzlich braucht es ein kommunales Wohnungsbauprogramm und die deutliche Beschleunigung von Baugenehmigungen, unter Wahrung guter Standards. 

Für viele Berliner Familien sind Armut und Wohnraummangel die bittere Realität. Ein leerer Bauch lernt nicht gern. Die kostenlose Kita, kostenloses Mittagessen in Grundschulen, beitragsfreier Hort und das kostenlose Schülerticket wurden von der Linksfraktion erstritten. Diese sozialen Errungenschaften werde ich vehement verteidigen, denn gute Bildungspolitik stellt Chancengerechtigkeit in den Mittelpunkt. 

Meine Großmutter erzählt mir vom schnellen Wandel. Welchen Schmerz die Entwertung der DDR-Biographien mit sich gebracht hat. Welche Sorgen die steigenden Preise, der Ruf nach Aufrüstung und die fortschreitende Digitalisierung auslösen. Politik muss Senioren mitdenken und ihre Perspektive wertschätzen. Der Kauf von Fahrkarten, Eintrittskarten, der Arzt- und Amtsbesuch und generell die Teilhabe am Leben müssen auch ohne Smartphone möglich sein. 

Sozial. Gerecht. Gestalten.

Vom Bolzplatz ins Abgeordnetenhaus? Als Hellersdorfer Kind noch unvorstellbar: ich will politische Handlungsspielräume nutzen und Berlins Zukunft gestalten. Berlin ist im steten Wandel. Viele Fassaden sind schöner geworden und Berlin bietet unfassbar viele Chancen. Das Geld sitzt eh schon am Verhandlungstisch, aber mit mir ist ein Gegengewicht, eine Berliner Stimme für eine soziale Stadt und echte Chancengerechtigkeit, wählbar.

Ich habe viele Jahre Erfahrung als Selbstständiger. Das schließt die Selbstvermarktung, den Druck auf den Punkt zu Liefern und den bangen Blick auf den Rentenbescheid mit ein. In meinen 20 Jahren als Assistent für Menschen mit Behinderung sind Fortschritte, wie die Versorgung mit Hilfsmitteln z.B elektrische Rollstühle, mit persönlicher Assistenz und den Abbau von Barrieren erkämpft worden. Ich stehe dafür, dass dies auch künftig priorisiert wird. Teilhabe muss für alle möglich sein.

Wenn sich die Politik ihren geliebten Leuchtturmprojekten wie Olympia zuwendet, dann verliert sie die echten Probleme aus dem Blick, denn Berlin braucht gepflegte Sportstätten für den Breitensport. Das zuerst und davon viele. Wenn dieser Auftrag erfüllt ist, können wir über die Kür sprechen.

Berlins Kultur wird auch von den vielen Bands geprägt, auch hier braucht es ein breites Angebot an Probe- und Auftrittsräumen. Kultur begründet gesellschaftlichen Zusammenhalt. Kulturschaffende, die es an den Stadtrand, in die Kitas, Schulen und Senioreneinrichtungen schaffen, leisten hierzu eine unschätzbaren Beitrag. Dies gilt es zu fördern und Räume zu schaffen.

Die Menschen wollen Teilhaben, sie wollen gestalten und Wirksamkeit erfahren. Ich will im Gespräch mit den Berlinerinnen und Berlinern sein und ihre Anliegen ins Parlament tragen. Mein Büro in Pankow Zentrum wird ein offener Ort sein, in dem unsere Rechtsberatung „Die Linke hilft!“ und der politische Austausch ihren Raum finden.