Enja Springob
für Pankow-Süd und Heinersdorf
Über mich
Ich bin im Ruhrgebiet aufgewachsen. Dort lernt man früh, dass harte Arbeit allein nicht vor Unsicherheit schützt, wenn politische Entscheidungen an den Lebensrealitäten der Menschen vorbeigehen. Nach Berlin bin ich gekommen, um im Kulturbereich zu arbeiten. In Museen, Gedenkstätten und der politischen Bildungsarbeit habe ich erlebt, wie wichtig öffentliche Kultur- und Bildungsangebote für gesellschaftlichen Zusammenhalt sind. Und wie schnell im Kulturbereich gekürzt wird, wenn es mal wieder heißt, das Geld ist knapp.
Deshalb bin ich in den öffentlichen Dienst gegangen. Ich wollte verstehen, wie politische Entscheidungen konkret umgesetzt werden und warum gute Vorhaben oft an fehlendem Geld und komplizierten Zuständigkeiten scheitern. Ich war in der Berliner Finanzverwaltung, im Bezirksamt, beim Rechnungshof, im Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten und im Bundesministerium für Arbeit und Soziales tätig.
Heute arbeite ich als Referentin für Haushaltspolitik in der Bundestagsfraktion Die Linke. Meine langjährige Erfahrung in der Verwaltung hat mir die Bedeutung der Haushaltspolitik besonders eindringlich vor Augen geführt, hier möchte ich etwas für die Menschen unserer Stadt bewegen.
Ich lebe in Pankow und engagiere mich seit Jahren kommunalpolitisch und in der Partei für soziale Gerechtigkeit, starke Bezirke und eine handlungsfähige öffentliche Infrastruktur. Seit 2025 bin ich Ko-Vorsitzende des Bezirksverbandes Die Linke Pankow, außerdem bin ich Vorstandsmitglied des Ortsverbandes Pankow-Süd.
Soziale Gerechtigkeit entscheidet sich im Haushalt
Berlin ist für viele Menschen zu teuer geworden Die Mieten steigen, soziale Infrastruktur gerät unter Druck und die Bezirke sollen immer mehr Aufgaben übernehmen, oft ohne ausreichend Personal und Finanzierung. Währenddessen kürzt der Senat nach dem Gießkannenprinzip und spart ausgerechnet dort, wo Unterstützung am dringendsten gebraucht wird. Das ist keine verantwortungsvolle Politik.
Ich bin überzeugt: Haushaltspolitik ist kein technokratisches Randthema. Sie entscheidet darüber, ob Bibliotheken geöffnet bleiben, Jugendclubs erhalten werden, Kultur zugänglich bleibt und soziale Angebote funktionieren. Politik zeigt sich nicht in Sonntagsreden, sondern darin, wofür Geld bereitgestellt wird – und wofür nicht.
Ich kämpfe für eine Stadt, die für alle funktioniert und nicht nur für diejenigen, die sich steigende Mieten und private Absicherung leisten können. Bezahlbares Wohnen, gute Bildung, starke soziale Infrastruktur und handlungsfähige Bezirke gibt es nicht zum Nulltarif. Deshalb brauchen wir klare Prioritäten im Haushalt, gerechte Besteuerung großer Vermögen und Investitionen in das, was den Alltag der Menschen verbessert.
Meine Erfahrung in Verwaltung und Haushaltspolitik hat mir gezeigt: Es fehlt nicht an Ideen, auch nicht immer an Geld, sondern am politischen Willen. Ich will im Abgeordnetenhaus dafür sorgen, dass soziale Politik nicht an Bürokratie oder Sparzwängen scheitert.

