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Klimaanpassung und Hitzeschutz zur Priorität machen

Der Klimawandel trifft hoch verdichtete Innenstadtbereiche wie Prenzlauer Berg besonders hart: Versiegelung und fehlende Grün- und Wasserflächen verstärken die sogenannten urbanen Hitzeinseln und gefährden vulnerable Gruppen – Obdachlose, Pflegebedürftige, im Freien Arbeitende. Die Linksfraktion fordert deshalb auf Landes- und Bezirksebene Sanierung und Ausbau blau-grüner Infrastruktur, also von Wasser- und Grünflächen, die zur Abkühlung beitragen und Schatten spenden können. In Pankow haben wir etwa beantragte Bundesmittel für ein Klimaanpassungskonzept samt Koordinationsstelle oder die begrünte, klimaneutrale Sanierung des Familienzentrums Upsala gefordert. Im Abgeordnetenhaus brachte die Linksfraktion einen Antrag für einen umfassenden Hitzeschutzplan ein, der besonders benachteiligte Gruppen in den Blick nimmt.


Problematisch bleibt: Der Hitzeschutzplan wird bislang überwiegend als medizinisches Vorsorgethema in der Gesundheitsverwaltung verhandelt. Dabei gehören zentrale Maßnahmen – Entsiegelung, Baumpflanzungen, Wasserflächen, Gebäudebegrünung – originär in die Stadtentwicklung und Klimaanpassung. Diese veraltete Verwaltungsstruktur erschwert eine ressortübergreifende Umsetzung. Die Linksfraktion Pankow fordert daher, Hitzeschutz als Querschnittsaufgabe zu verankern, auskömmlich finanziert und mit klaren Zuständigkeiten.

Jurik Stiller, Fraktion Die Linke in der BVV Pankow; Sprecher für Klimapolitik, Umweltschutz und Natur

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