Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Miteinander – Füreinander! Die Volkssolidarität wird 75 Jahre alt

Vor 75 Jahren wurde der barbarische Zweite Weltkrieg beendet. Es herrschte große Not in Deutschland, Millionen Tote, zerrissene Familien, kaputte Städte, Hunger und Elend, viele Menschen verloren ihre Heimat.

Am 17. Oktober 1945 wurde der Aufruf „Volkssolidarität gegen Wintersnot!“ von der katholischen und evangelischen Kirche, den Parteien SPD, KPD, CDU und LPDP sowie dem sächsischen FDGB unterzeichnet – dies gilt zugleich als Gründungsdatum der Volkssolidarität.

Die sowjetische Militäradministration half der Entstehung einer neuen sozialen Hilfsorganisation, die sich in jener Zeit vor allem auf die Unterstützung und Hilfe für Befreite aus den Konzentrationslagern, Alte, Kinder, Kranke und Vertriebene konzentrierte. Schnell wurde die Organisation in weiten Teilen der sowjetischen Besatzungszone gebildet.

Seitdem wurde das Aufgabenfeld der Volkssolidarität immer wieder weiterentwickelt sowie den sozialen und kulturellen Erfordernissen angepasst. Vor allem in den 50er, 60er und 70er Jahren lag das Augenmerk auf die Betreuung älterer Menschen. Später wurden neue interessante und vielfältige Angebote für Jung und Alt unterbreitet. Seit einiger Zeit betreibt die Volkssolidarität auch Kitas.

Viel wurde erreicht, Unser Verband ist anerkannt und hat nach wie vor einen festen Platz im System der Sozial- und Wohlfahrtsverbände. Wir, die Mitglieder, feiern selbstbewusst den 75. Geburtstag und können mit Stolz auf das Erreichte zurückblicken.

Uns ist bewusst, dass wir bei dem Erreichten nicht stehen bleiben dürfen. Wir stellen uns den neuen gesellschaftlichen Herausforderungen.

Heute gibt es umfangreiche soziale und kulturelle verschiedener Wohlfahrtsverbände, staatliche und andere Einrichtungen, die sich ergänzen und oft auch konkurrieren. Eins ist aber klar: Wir als Volkssolidarität werden gebraucht. Deshalb organisieren wir unsere Angebote in drei Säulen:

  1. mit sozialen Unternehmen und Einrichtungen wie Sozialdiensten, Dienstleistungen, Kinder- als auch Kulturangeboten,
  2. als aktive Interessenvertretung in verschiedenen Gremien wie Senior*innenvertretungen und -beiräten, in Pflegeausschüssen und bringen unsere großen Erfahrungen auch im Rahmen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes u.a.m. ein sowie
  3. in unserem Mitgliederverband.

Allein in Berlin haben wir 14.000 Mitglieder, die sich nicht nur für die Unterstützung der eigenen Mitglieder engagieren, sondern auch vielen bedürftigen Älteren „unter die Arme greifen“.

Mit unserem ehrenamtlichen Engagement setzen wir auch weiterhin den erfolgreichen Kurs durch die Mitwirkung und Unterstützung der fleißigen Helferinnen und Helfer fort. Unser Verband als Solidargemeinschaft wird auch weiterhin seinen Leitgedanken „Miteinander – Füreinander!“ erfolgreich umsetzen. Wir danken denjenigen Helfer*innen als auch Mitarbeiter*innen, die den Grundstein legten sowie über die 75 Jahre lebendig hielten und halten.

Auch die Volkssolidarität leistet viel, um - wie auch unmittelbar nach 1945 - Flüchtlinge nicht nur menschenwürdig unterzubringen, sondern vor allem mit dafür zu sorgen, dass ihre Integration gelingt, da sie ihre Heimat verloren haben.

Älteren Menschen bieten wir neben der Einkaufshilfe, Besuchen gegen das Alleinsein und dergleichen auch interessante und abwechslungsreiche Angebote wie Kaffeenachmittage, Lesungen, Konzertbesuche und Ausflugsreisen.

Wir haben unser ehrenamtliches, soziales Engagement auch in Zeiten der Pandemie aufrechterhalten
und ausgebaut, zum Beispiel mit einer solidarischen Nachbarschaftshilfe. Wir sind für die Menschen da, die unsere Hilfe und Unterstützung brauchen.

Leider haben wir als Verband auch wie andere Organisationen das Problem, dass unsere Mitglieder und Helfer*innen nicht jünger werden. Wir benötigen die Unterstützung der Jüngeren, sei es als Mitglied, Spender*in oder als Förderin und als Förderer. Dies hilft uns in unserer verantwortungsvollen und schönen Sozialarbeit.

Wir selbst bemühen uns, mit der Zeit zu gehen: Wir haben eine Doppelspitze im Bezirksvorstand Pankow. Frau und Mann. Die Ältere zeigt es dem Jüngeren, wie es geht und umgekehrt.

Für ein weiteres Fortbestehen der Volkssolidarität ist die Gewinnung neuer Mitglieder erforderlich. Auch wenn sie vielleicht heute noch nicht so viel Zeit haben, voll mitzutun, so sind sie die Zukunft unseres Wohlfahrtsverbandes.

Wir brauchen auch heute Ihre und Deine Hilfe und Unterstützung auch im prosperierenden Bezirk Pankow, ob als Mitglied, als Spender*in oder als Förder*in. Hier kannst du diesen Artikel mit unseren Kontakten herunterladen.


Ortrud Georgy und Uwe Melzer


Regionalgeschäftsstelle

DIE LINKE. Pankow

Achtung die Geschäfstelle ist momentan bis zum 27. Juli geschlossen!

Fennstraße 2 in 13347 Berlin
(S41/42, U6, Bus M27/120)

Kontakt

☎ +49.30.44017780
bezirk@die-linke-pankow.de