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Antragsnummer:    3

Antrag:                     Von Minneapolis nach Pankow! Für einen konsequenten anti-Rassismus von Links

Einreicher*innen:     Tari Caliskan, BO Clara

 

Die Hauptversammlung möge beschließen:

 

Die Gründung einer Arbeitsgruppe “Antirassismus” mit den folgenden Aufgaben:

  • Erstellungen eines inhaltlichen Konzepts + Veranstaltungskalender zur antirassistischen Bildungsarbeit in Pankow mit Fokus auf die Zusammenarbeit mit lokalen Initiativen und migrantischen Selbstorganisationen.
  • Planung und Organisation von öffentlichkeitswirksamen Aktionen zum Thema Antirassismus mit lokalen Initiativen und migrantischen Selbstorganisationen für den 10.12.2020 & 22.03.2021 (Tag gegen Rassismus & Tag der Menschenrechte)
  • Entwicklung von Ideen und Vorschlägen, wie das antirassistische Profil der Linken im Wahlkampf sinnvoll hervorgehoben kann

2020 ist das Jahr in dem nach dem Mord an George Floyd weltweit Millionen Menschen auf die Straße gegangen sind, um sich entschlossen gegen den strukturellen Rassismus in den westlichen Gesellschaften zu stellen. Gleichzeitig ist 2020 auch das Jahr, in dem in Hanau ein rassistisch motivierter Terroranschlag das Leben von 9 jungen Menschen auf brutalste Art und Weise beendete und eine neue Debatte um Rassismus in Köpfen und Behörden entfacht hat. Die Ereignisse überschlagen sich und es vergeht kein Monat, in dem wir nicht medial Zeuge eines rassistischen Verbrechens werden können. NSU 2.0, Brandanschläge in Neukölln, rassistische Polizeigewalt in Hamburg, Düsseldorf und Frankfurt: Die Liste ließe sich sehr lange fortführen.

Zeitgleich erleben wir auf der anderen Seite, wie verantwortliche Behörden systematisch mit der Aufklärung dieser Taten überfordert sind, sie behindern, oder gar selbst aktiv in diese verstrickt sind. Man sehe sich nur die Vorgänge rund um die Neuköllner Terror Serie an, in der ein AFD nahestehender Staatsanwalt jeglicher Aufklärung verhinderte.

Genau wie Deutschland hat auch Berlin nach wie vor ein Rassismusproblem, welches sehr viele Menschen hier bei uns in Pankow beschäftigt, bewegt oder gar direkt betrifft. Die Linke steht für eine konsequente antirassistische Politik und kämpft seit jeher an vorderster Front gegen Rassismus und Antisemitismus. Mit dem neuen Antidiskriminierungsgesetz haben wir außerdem einen wichtigen Etappensieg errungen, welcher die Reaktionäre von CDU bis AFD auf die Barrikaden brachte.

Doch gerade jetzt, mit Blick auf die Wahlen im nächsten Jahr und somit auch der Verteidigung von Linken Errungenschaften, darf der Druck nicht nachlassen. Hierzu müssen wir weiter in die Offensive und es schaffen, auch fernab von Demonstrationen und traditionellen linken Aktionsformen sichtbarer an der Seite von Betroffenen zu stehen und unsere Allianzen, beispielsweise mit migrantischen Selbstorganisationen, Vereinen & Einzelpersonen weiter ausbauen bzw. beleben. Vor diesem Hintergrund und auch wegen der Tatsache, dass viele Menschen Mitglied unserer Partei werden aufgrund unserer klaren antifaschistischen Haltung, es ist unsere Verantwortung hier mehr Angebote zu machen.


Neuer Ort

Die Hauptversammlung findet im Gebäude der Rosa-Luxemburg-Stiftung statt:

Sonnabend, 29. August 2020
10:00 bis 14:00 Uhr

Rosa-Luxemburg-Stiftung
Münzenbergsaal und Seminarräume
Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin

Anreise:

Bus:
240, 347 bis Franz-Mehring-Platz
140, 142, 147, 248, 300 bis Ostbahnhof
S-Bahn:
S3, S5, S7, S75, S9 bis Ostbahnhof
U-Bahn:
U5 bis Weberwiese

Leider sind unsere Sitze vor Ort begrenzt und vorrangig für die Delegierten der Hauptversammlung.

Ihr könnt aber live dabei sein:

Livestream

Kinderbetreuung

Aus aktuellem Anlass ist eine Kinderbetreuung dieses Mal leider nicht möglich.
 

Verpflegung

Aus aktuellem Anlass wird es keine Mittagsverpflegung geben.

Trinkwasser wird kostenlos zur Verfügung gestellt.