Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Auf ein Wort

Klaus Lederer: Eine andere Welt ist nötig

Vom 20. Bis 25. Januar 2007 fand  in  Nairobi/Kenia  das 7. Weltsozialforum statt. Erstmalig in Afrika diskutierten 50.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer Fragen der Perspektiven einer globalisierten Welt, die Konsequenzen einer ungehemmten Akkumulationsdynamik auf Finanzmärkten und im internationalen Handel.

Anders als in den Jahren zuvor, in Porto Alegre und vor drei Jahren in Mumbai, standen die Probleme des afrikanischen  Kontinents  im Fokus  des Forums. Wir reflektierten die fehlenden Zugänge zu  öffentlichen Gütern, wie zu  Wasser, Transport, Gesundheitsversorgung und sozialer  Sicherung, die in  Afrika besonders prekär ist. Die fortschreitende Ausbreitung von AIDS und HIV in den afrikanischen Ländern, die verbreitete Armut und der Hunger auf dem Kontinent, waren nicht nur auf dem Forum allpräsent, sondern auch in der Stadt Nairobi unübersehbar. Ich konnte beim Forum und bei diesen Debatten dabei sein. Besonders eindrucksvoll war für mich der Marsch durch den Slum Korogocho, der am Tag der Abschlussveranstaltung stattfand und im Zentrum Nairobis endete.

Auf meiner Homepage habe ich von den Erfahrungen berichtet, die ich sammeln konnte, von den Widersprüchen, die ich dabei erlebt habe. Wie schon das Forum 2005 in Porto Alegre wird mir auch das diesjährige Weltsozialforum in Erinnerung bleiben – als engagiertes Event bei der Schaffung von Gegenmacht und Gegenkultur: Macht und Kultur gegen eine ungebremste Ausplünderung dieser Welt und die Verschärfung sozialer, ökologischer und ökonomischer Spaltung zwischen den Ländern des Südens und des Nordens und zwischen Armut und Reichtum.

www.klaus-lederer.de