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Stilles Gedenken am Tag der Befreiung

Sowjetisches Ehrenmal Schönholzer Heide

Der 8. Mai steht wie kein anderer Tag für die Befreiung vom Nationalsozialismus und den Kampf gegen Faschismus.

Wie jedes Jahr nahmen wir den Tag zum Anlass, aller Opfer und Verfolgten des Faschismus würdig zu gedenken, den Befreier*innen zu danken, aber auch, um zu mahnen und dem erneuten Aufkeimen von rechten und rassistischen Kräften gemeinsam entgegenzutreten.

Wir feiern den 8. Mai als den Tag der Befreiung durch die Alliierten und daran hatten die Streitkräfte der Sowjetunion einen besonders hohen Anteil. Ihre Opfer im Kampf gegen die mordende Wehrmacht des faschistischen Deutschlands waren unermesslich.

Den 8. Mai begehen heißt: Wir trauern und wir gedenken der millionenfachen Opfer. Wir danken den Befreier*innen und feiern den Tag als wirkliche Befreiung. Die Deutschen in Hitlerdeutschland mussten von sich selbst befreit werden, von Diktatur, Krieg, vom Drang nach Vernichtungsfeldzügen, von Tyrannei, Rassismus und Unmenschlichkeit.

Der deutsche Faschismus drang in alle Bereiche des Lebens und der Gesellschaft. So wurden in Deutschland und in ganz Europa jüdische und progressive Vereine in Kultur und Sport verboten. Vereine mussten ihre jüdischen Mitglieder ausschließen und taten dies leider häufig auch durch eigene Überzeugung.

Die Skandale um die nazistischen und rassistischen Netzwerke bei Polizei und Bundeswehr, Verherrlichung der Wehrmacht, Umdeutungen der Geschichtsverläufe, Reichskriegsflaggen bei Demonstrationen der so genannten „Querdenker*innen“, Ausgrenzungen und Abschiebungen, Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus, antimuslimischer Rassismus, Hass aus den nationalistischen und extrem rechten Gruppierungen, aus den Reihen der AfD, aber auch Rassismus aus der Mitte unserer Gesellschaft begleiten uns seit Jahren, werden in Zeiten der Pandemie auch deutlicher und stärker. Hasstiraden und Morddrohungen gegen demokratisch aktive Bürger*innen und Kommunalpolitiker*innen in den sozialen Netzwerken häufen sich.

Der 8. Mai darf niemals eine Routine sein, ein Festakt aus Pflichtbewusstsein. Vielmehr müssen wir uns immer wieder aufs Neue dem Geschehen stellen und der Verantwortung, die wir heute tragen, bewusst werden.

Gedenken am Sowjetischen Ehrenmal Schönholzer Heide

Gedenken am Sowjetischen Mahnmal in Buch

Gedenken am Ostseeplatz