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Öffentlicher Raum

Eine lebenswerte Stadt braucht lebenswerte öffentliche Räume. Öffentliche Räume müssen für alle da sein. Dies muss bei allen Planungen der wachsenden Stadt mitgedacht werden. Der Erhalt und Ausbau wohnortnaher Spiel-, Sport- und Begegnungsflächen muss dringend mit besseren Ressourcen und ausreichend Personal in den Blick genommen werden. Initiativen für temporäre Spielstraßen und nichtkommerzielle Kunst- und Kulturangeboten müssen in der Pankower Verwaltung eine kooperative und zuverlässige Partnerin haben.

Zunehmend wird Stadtraum jedoch in Planungsverfahren mit vertraglichen Vereinbarungen in die Verantwortung von Investoren und Immobilienentwicklern gelegt. Der Bezirk spart sich bei knappen Kassen die teure Herstellung sowie die Kosten für Unterhalt und Pflege. Allerdings werden damit mehr und mehr Flächen und Gebäude dem öffentlichen Raum entzogen und ausschließlich dem Konsum gewidmet. Eine offene Gesellschaft braucht jedoch für alle frei zugängliche Räume, um ihrer Vielfalt und Kreativität Ausdruck zu verleihen, um ohne Überwachung und privaten Sicherheitsdienste anderen Menschen begegnen oder das Recht auf freie Meinungsäußerung wahrnehmen zu können.

Unser erklärtes Ziel ist der sozial-ökologische Stadtumbau. Kiezblöcke entsprechen dem Anspruch von DIE LINKE. Pankow, das Zusammenleben im öffentlichen Raum neu zu organisieren. Durch Kiezblocks wollen wir auf den Nebenstraßen mit und für die Bewohner*innen die Aufenthaltsqualität steigern und Raum schaffen für Spiel, Begegnung, Erholung und klimafreundlichen Verkehr. Die Idee ist, Quartiere vom Durchgangsverkehr zu befreien. Das macht den Kiez verkehrssicherer. Der Kiez gehört überwiegend den Fußgänger*innen, dem ÖPNV und den Radfahrenden. Wo möglich, sollten zusätzlich temporäre Spielstraßen an zahlreichen Tagen des Jahres den jüngsten Pankower*innen das Spielen direkt vor der eigenen Haustür ermöglichen. Gastronomie und andere Sondernutzungen gehören auf diejenigen Flächen, die in der autogerechten Stadt bisher dem ruhenden Verkehr (Parkplätze) vorbehalten waren.

Viele Kieze haben sich bereits auf den Weg gemacht, die anstreben, sich künftig in Richtung Kiezblock weiterzuentwickeln. Für mehrere von ihnen wird ein Feldversuch angestrebt, der aufzeigen helfen soll, mit welchen konkreten Herausforderungen der Bezirk bei der Einrichtung von Kiezblocks konfrontiert ist. DIE LINKE. Pankow begleitet diesen Prozess und setzt sich für eine zügige und weitereichende Umsetzung von Kiezblocks ein, um damit eine Neuverteilung des öffentlichen Raumes zu bewirken.