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extraDrei

Raus aus der Wohnungslosigkeit

In Berlin steigt die Zahl der Wohnungslosen seit Jahren dramatisch. Um dies zu ändern, fand Anfang 2018 mit breiter Beteiligung aller Akteur*innen die erste Strategiekonferenz Wohnungslosenhilfe statt. Neun Arbeitsgruppen zu zentralen Themen erarbeiteten Ergebnisse, die sie auf der zweite Strategiekonferenz im Oktober vorstellten.

Dabei hat Prävention einen hohen Stellenwert, um Wohnungslosigkeit zu verhindern. Aufsuchende Hilfe war eine Empfehlung, ebenso wie das Aussetzen von Zwangsräumungen von Schutzbedürftigen wie Familien mit Kindern oder Menschen mit Behinderungen. Vorschläge für eine bessere Zusammenarbeit von Bezirken, Jobcentern und Beratungsstellen wurden erarbeitet. Sehr schnell werden wir in Berlin eine Wohnungslosenstatistik einführen. Wir brauchen Daten, um das Angebot der Wohnungslosenhilfe weiterzuentwickeln.

Spezifische Angebote für wohnungslose Frauen, Familien mit Kindern und „Straßenkindern“ müssen einen höheren Stellenwert erhalten. Dies gilt auch für EU-Bürger*innen, die rechtlich schlechter gestellt sind und oft gar keinen Anspruch auf Sozialleistungen haben.

Menschen, die auf der Straße leben müssen, brauchen Zugang zu medizinischen Leistungen. Die Regelsysteme müssen sich auf diese Patient*innen einstellen. Viele von ihnen sind chronisch krank, benötigen Pflege und auch Sterbebegleitung im Hospiz. Die Kältehilfe, die Menschen vor den Erfrierungstod rettet, muss so weiterentwickelt werden, dass Obdachlose dort eine stärkere Beratung erhalten.

Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen finden nun Eingang in die Leitlinien der Wohnungslosenpolitik, die der Senat beschließen wird. Ziel ist es, eine bedarfsgerechte gesamtstädtische Strategie der Wohnungslosenhilfe zu entwickeln und umzusetzen. Von nun an wird jährlich eine Strategiekonferenz zur Wohnungslosenhilfe stattfinden.


Elke Breitenbach
Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales


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