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extraDrei

Verbeamtung: Hilft nicht

Lehrer*innen werden händeringend gesucht. Einige fordern nun, Lehrkräfte wieder zu verbeamten. Das wäre jedoch eine Scheinlösung. Andere Bundesländer haben trotz der Wiedereinführung des Beamtenstatus für Lehrkräfte die gleichen Probleme wie Berlin.

Wichtig ist vielmehr, dass mehr Lehrkräfte ausgebildet werden. In Berlin haben wir deshalb die Zahl der Studienplätze verdoppelt. Zudem muss die bestehende Gerechtigkeitslücke zwischen verbeamteten und angestellten Lehrkräften geschlossen werden, beispielsweise durch bessere Tarife oder Zulagen. Bereits heute werden neu angestellte Lehrkräfte sofort tariflich hoch eingestuft, sie erhalten 5.458 Euro im Monat. Die hohen Kosten für eine erneute Verbeamtung kann man also besser einsetzen. Voraussetzung für eine Verbeamtung ist auch, dass hoheitliche Aufgaben erfüllt werden. Das ist bei Lehrkräften nicht der Fall.

Schließlich brauchen wir moderne und inklusive Schulen, in denen Menschen mit unterschiedlichen Professionen, wie beispielsweise Erzieher*innen, Sozialarbeiter*innen, Gesundheitspersonal und pädagogische Unterrichtshilfen, gemeinsam mit Lehrer*innen unsere Kinder bilden und erziehen. Die Arbeit in multiprofessionellen Teams funktioniert nur auf Augenhöhe und nicht mit der Stärkung von Hierarchien.


Katrin Seidel
Mitglied des Abgeordnetenhauses


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