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Spatenstich zur Wiederinbetriebnahme der Heidekrautbahn

extraDrei

Spatenstiche

Mit Blick auf Wilhelmsruh lernt man, dass Verkehrsprojekte in Berlin eine “Weile” brauchen. Zwanzig Jahre nach Formulierung des Vorhabens ist mit dem Baubeginn für den Bahnhof Wilhelmsruh der Startschuss für den Wiederaufbau der Stammstrecke der Heidekrautbahn gefallen. Ohne Rot-Rot-Grün in Berlin wäre das nicht passiert. Ein Erfolg ist also zu feiern, vorbehaltlos, ein Zwischenerfolg. In drei Jahren soll die Strecke wieder in Betrieb genommen werden. Aber damit sie ihre volle verkehrliche Funktion entfalten kann, muss sie in die Nordbahn eingefädelt und nach Gesundbrunnen durchgebunden werden. Der Wille dazu ist vorhanden, so dass von heute aus gesehen “nur” noch technische Fragen der Umsetzung zu lösen wären. Meine Erfahrung mit der Berliner Verwaltung, aber auch der Deutschen Bahn sagen mir: Warten wir mal ab.

Aber auch der nun in Angriff genommene Bahnhof Wilhelmsruh der Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) kann nur ein Provisorium sein. Die Umsteigebeziehungen zur S-Bahn werden nicht über kurze Wege gelöst. Unser Vorschlag, einen Tunnel zwischen den Bahnhöfen und damit einen nördlichen Ausgang des S-Bahnhofes zu bauen, wurde schon im Planfeststellungsverfahren – vor rund zwölf Jahren – “weggewogen”. Für Reisende Richtung Schöneweide bedeutet dies: 700 Meter laufen oder zwei- bis drei Mal umsteigen. Dass das nicht kundenfreundlich ist, wird auch der NEB auffallen. Warten wir mal ab.


Wolfram Kempe
Bezirksverordneter