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extraDrei

Sozialarbeit statt Verdrängen

In Berlin leben ca. 4.000 bis 6.000 Menschen auf der Straße. Für deren Unterstützung wurden auf Landesebene Strategien entwickelt und Mittel bereitgestellt. Als Linksfraktion konnten wir das Thema Obdachlosigkeit auch in Pankow zu einem Arbeitsschwerpunkt machen. Anstatt dass Ordnungskräfte die Menschen einfach wegschicken, sollen die Sozialdienste beim Erstkontakt eingebunden werden und mit mehrsprachigen Flyern Hilfsangebote vermitteln. Zusätzlich braucht es aufsuchende Sozialarbeit, die Vertrauen aufbaut und die Probleme der Menschen aufgreift. So kann Zugang zu Gesundheitsversorgung oder niedrigschwelligen Angeboten wie die Kältehilfe geschaffen werden. Und es eröffnen sich Zugänge zum regulären Hilfesystem wie Sozialleistungen, Unterbringung in Wohnungslosenunterkünften und hoffentlich zur Anmietung von Wohnraum oder Einstieg in den Arbeitsmarkt.

Ein weiterer Punkt ist das Zurechtfinden bei Ämtern. Das ist insbesondere für Geflüchtete und Migrant*innen schwierig. Deshalb ist der Zugang zum Spracherwerb genauso wichtig wie eine Verwaltung, die die Buntheit Berlins abbildet. Mehrsprachige Weggeleitsysteme und Weiterbildungen der Mitarbeiter*innen des Bezirksamts sind deshalb längst überfällig.


Maximilian Schirmer
Sprecher der Fraktion für Integrationspolitik und Strategien gegen Rechts