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OC 23: Jugendarbeit ist nun mal nicht leise.

extraDrei

OC 23: Jugendclub ausgelärmt?

Die Lage ist noch unübersichtlich, aber für die Zukunft des Jugendclubs »OC23« bedrohlich. Es geht wieder einmal um Lärmschutzauflagen, vermutlich wegen heranrückender Wohnbebauung. Diese bedeuteten beispielsweise für den Knaack-Club in der Greifswalder Straße vor mehr als zehn Jahren das Aus.

Entweder hat das vom Stadtrat  Vollrad Kuhn (GRÜNE) verantwortete Stadtentwicklungsamt das für Lärm zuständige Umweltamt, das noch vom Stadtrat Krüger von der AfD geleitet wird, beauftragt, neue Lärmschutzauflagen für den Betrieb des Jugendclubs zu erlassen. Oder das Umweltamt ist eigenständig und ohne erkennbaren Anlass tätig geworden. Egal aus welchem Grund: Mit den erlassenen Beschränkungen dürften Kinder und Jugendliche keine Musik mehr machen und ein Lachen wäre wohl schon zu laut. Aber Jugendarbeit ist nun mal nicht leise.

Paul Schlüter, jugendpolitischer Sprecher der Linksfraktion Pankow, sagt dazu: »Verschiedene Ämter des Bezirksamtes Pankow haben die Beantwortung unserer Fragen zu diesem Vorgang auf die Wochen nach der Wahl verzögert. Wir erwarten vom Bezirksamt, dass es die bestehende Einrichtung schützt und nicht Auflagen erlässt, die die Existenz des Jugendclubs gefährden.«

Für die Linksfraktion in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) ist klar: Der Jugendclub muss weiterhin seine wichtige Arbeit für den Kiez leisten können. Ob ein Verkauf des einen Nachbarhauses oder die heranrückende Bebauung auf dem anderen Nachbargrundstück: Auflagen zum Lärmschutz können nicht einseitig zu Lasten der Jugendarbeit ergehen.


Matthias Zarbock
Vorsitzender der Linksfraktion