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extraDrei

Mietzuschüsse steigen

Am 1. Oktober trat die neue Ausführungsvorschrift Wohnen (AV Wohnen) in Kraft. Sie regelt, wieviel Miete die Jobcenter und Sozialämter übernehmen. In Berlin betrifft dies 325.000 Menschen, die Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Asylbewerberleistungen beziehen.

Zum einen steigen die Bruttokaltmietrichtwerte. Die Anhebung erfolgt je nach Haushaltsgröße um drei bis sieben Prozent. Neu ist der Klimabonus. Damit Menschen auch energetisch sanierten Wohnraum anmieten können, steigt der Bruttokaltmietrichtwert nochmals. Dafür ergeben sich Einsparungen bei Heizkosten.

In Berlin ist Wohnungslosigkeit eine große Herausforderung. Über 37.000 Menschen sind in teuren Wohnungslosenunterkünften untergebracht, darunter viele Familie mit Kindern. Oft wohnen sie länger als ein Jahr dort, weil bezahlbarer Wohnraum schwer zu finden ist. Um großen Familien die Anmietung einer Wohnung zu ermöglichen, dürfen sie den Bruttokaltmietrichtwert um mehr als 20 Prozent überschreiten.

Auch für Paarhaushalte gibt es Verbesserungen. Wenn ihre Miete den Bruttokaltmietrichtwert übersteigt, werden die Kosten der bisherigen Wohnung denjenigen Kosten gegenübergestellt, die mit einem Umzug verbunden wären. Dabei werden höhere Wohnflächen und ein Umzugsvermeidungszuschlag für die jetzige Wohnung eingepreist, damit die Paare in ihren Wohnungen verbleiben können.


Sandra Brunner
Stellv. Vorsitzende DIE LINKE. Berlin


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