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Baustellen-Chaos auf der Langhansstraße

extraDrei

Mangelhaft, setzen!

Die BVG hat sich entschlossen, die Sanierung der Straßenbahngleise in der Langhansstraße maximalinvasiv durchzuführen und damit den Kiez ins Chaos zu stürzen, wenn auch für eine kürzere Zeit. So vorzugehen, hat einiges für sich – die Einzelhändler und Gewerbetreibenden im Viertel sehen das aus gutem Grund ganz anders. In wirtschaftlich ohnehin schwierigen Zeiten können sich viele nur über den Online-Handel mehr schlecht als recht über Wasser halten. Dabei sind sie auf eine funktionierende Logistik angewiesen, die gerade durch diese Bauarbeiten empfindlich gestört ist. Das alles hätte man vorher wissen können, denn die BVG saniert nicht zum ersten Mal Gleise in Berlin.

Stattdessen hat es die BVG der ausführenden Baufirma überlassen, die Bürgerschaft zu informieren und das Bezirksamt macht sich mit dem üblichen Verweis auf fehlende Zuständigkeit einen schlanken Fuß. Dabei hat das Land Berlin Regelungen für solche Situationen: Gewerbetreibende und Einzelhändler können etwaige Umsatzeinbußen, die durch Bauarbeiten im Auftrag des Landes Berlin entstehen (das schließt die BVG natürlich mit ein), bei der Senatswirtschaftsverwaltung geltend machen und einen wenigstens teilweisen Ersatz beantragen. Das müssen die Leute nur wissen. Eine entsprechende Beratung wäre eigentlich eine selbstverständliche Aufgabe der bezirklichen Wirtschaftsförderung. Bei vielen vergleichbaren Bauarbeiten in der Vergangenheit war das auch so. Wir konnten das schon mal besser!
Bleibt zu hoffen, dass bei der Sperrung der Berliner Allee im Sommer sich diese Fehler nicht wiederholen.


Wolfram Kempe
Bezirksverordneter