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extraDrei

Lohndumping auf dem Post- und Paketmarkt

Eine Anfrage unserer Fraktion DIE LINKE im Bundestag brachte ans Licht, wie tief die Verwerfungen in der Post- und Paketbranche tatsächlich sind. Während die Löhne in den letzten 20 Jahren in den meisten Branchen zumindest leicht wuchsen, sank der mittlere Bruttolohn bei den Post- und Paketdienstleistern im gleichen Zeitraum um über 13 Prozent. Fast jeder Zweite arbeitete zuletzt im Niedriglohnbereich. Bedenkt man, dass die wachsende Zahl ausländischer Subunternehmer bei den Paketdienstleistern von diesen Statistiken nicht erfasst sind, dürfte die Realität in der Branche sogar noch düsterer aussehen.

Es ist doch völlig inakzeptabel, dass diejenigen, die täglich unsere Briefe und Pakete an ihr Ziel bringen, für diese harte Arbeit nur mit Billiglöhnen abgespeist werden. Die Bundesregierung muss Ordnung in den völlig aus den Fugen geratenen Post- und Paketmarkt bringen. Es ist überfällig, dass DHL, Hermes und Co. für ihre in- und ausländischen Subunternehmer vollständig haften. Die Erlaubnis zur Paketzustellung muss an klar definierte Qualitätskriterien und eine entsprechende Lizenz geknüpft werden, die bei Verstößen wieder entzogen werden kann. Und sollte das alles nicht genügen, müssen wir auch darüber diskutieren, wie wir die Post- und Paketzustellung wieder in öffentlicher Regie betreiben können.


Pascal Meiser
Mitglied des Deutschen Bundestag


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