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Kissingenstraße / Neumannstraße

extraDrei

Kissingenviertel: Erhaltungsverordnung wird geprüft

Derzeit hat Pankow 13 soziale Erhaltungsgebiete. Sie sollen die Mieter*innen vor Luxussanierungen und erheblichen Mietsteigerungen schützen.

Das Bezirksamt soll jetzt prüfen, ob für das Kissingenviertel die Voraussetzungen und die Notwendigkeit einer städtebaulichen Erhaltungssatzung vorliegen. Dazu soll das Gebiet zwischen Granitzstraße, Berliner Straße, Binzstraße und Prenzlauer Promenade untersucht werden. Das hat die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) auf Initiative von SPD und LINKEN beschlossen.

Die Gründe sind schützenwerte städtebauliche Besonderheiten. Das Kissingenviertel hat eine klare städtebauliche Struktur aus unterschiedlichen Errichtungsepochen mit größeren Grün- und Freiflächenbereichen bei den Zeilen- und Gründerzeitbauten sowie weitläufige Innenhöfe bei geschlossener Baustruktur. Die Planungen zum Rangier- und Güterbahnhof Pankow sehen nördlich der Granitzstraße eine deutlich höhere und dichtere Bebauung vor. Daraus wird sich ein Investitionsdruck ergeben, der zu einer städtebaulichen Überformung des Kissingenviertels führen kann, bspw. zur Aufstockung von Gebäuden. Deshalb ist frühzeitig zu prüfen, ob das Kissingenviertel durch eine städtebauliche Erhaltungsverordnung geschützt werden kann.

Während die Mehrheit der BVV gute Gründe dafür sah, lehnte die CDU-Fraktion eine Prüfung stadtplanerischer Maßnahmen ab.
 

Matthias Zarbock
Vorsitzender der Linksfraktion