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extraDrei

Kiezblocks für Pankow

Als unser Pankower Bürgermeister Sören Benn (DIE LINKE) letzten Sommer die Einführung von - in spanischen Großstädten seit fast zwei Jahrzehnten erprobten - Superblocks auch für Berlin forderte, gab es zunächst wenig öffentliche Reaktionen. Mittlerweile ist das anders.

Im Berliner Diskurs gern als Kiezblock bezeichnet besteht die Idee darin, den „Motorisierten Individualverkehr“ (endlich) effektiv aus Wohngebieten zu verbannen. Wir können alle in Pankow beobachten: sei es im Komponistenviertel, am Helmi oder Arnimplatz – Autos umfahren, vermeintlich schneller vorankommend, typische Stauphasen auf Hauptverkehrsstraßen und verstopfen auch noch den Kiez.

Bisher haben wir in der Bezirksverordnetenversammlung Pankow (BVV) in zahlreichen Anträgen die Verkehrsberuhigung in Wohngebieten und das Vermeiden von „Schleichverkehren“ durch Prüfaufträge an das Bezirksamt angeregt. Das alles hat jedoch nicht gereicht. Die Autos schleichen immer noch.

Auch deswegen setzt die rot-rot-grüne Zählgemeinschaft in der BVV nun auf Kiezblocks. Ab sofort werden wir - tatkräftig unterstützt vom Netzwerk Changing Cities e.V. - für zunächst bis zu 18 Kieze, nach und nach konkrete Diagonalsperren, also bauliche Barrieren fordern. Das betrifft den Kollwitz-, Wins- und Bötzowkiez, das Gleimviertel, die Grüne Stadt, Helmholtz-, Arnim- und Humannplatz, Hosemannstraße, Flora-, Tiroler- und Kissingenkiez, die Talstraße, Vinetaviertel, die Langhansstraße, das Komponistenviertel, den Schlosspark, Niederschönhausen und Wilhelmsruh. Die Erschließung der Gebiete gelingt dann zum Beispiel via Einbahnstraßen, gegebenenfalls werden die Sperren für Versorgungsfahrzeuge absenkbar sein.

Unser erklärtes Ziel ist der sozial-ökologische Stadtumbau: Mit Kiezblocks können wir die Aufenthaltsqualität steigern und Raum für Spiel, Begegnung, Erholung und klimafreundliche Verkehre schaffen.


Jurik Stiller
Bezirksverordneter