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extraDrei

Jahn-Stadion: Bebauungsfieber?

Wenn es nach dem Willen der Senatssportverwaltung geht, soll das Stadion im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark bis 2021 abgerissen werden. Bis 2023 soll ein neues barrierefreies Stadion entstehen, in dem die Special Olympics ausgetragen werden. Es mehren sich die Stimmen bei Sport- und Behindertenverbänden, die einen Totalabriss und Neubau in Frage stellen. Es reiche der Neubau des Tribünenhauses, dann könne man auch die Special Olympics schaffen.

Ein kompletter Abriss und Neubau in kurzer Zeit stößt auch bei Anwohner*innen, LINKEN und Grünen auf erhebliche Kritik. Schon jetzt ist die Verkehrssituation angespannt. Man denke nur an den gesperrten Gleimtunnel, zahlreiche Besucher*innen des Mauerparks und enge Straßen mit wenig Parkplätzen rund um das Cantianstadion.

Michail Nelken, der Pankower LINKEN-Abgeordnete hatte mit einer schriftlichen Anfrage im Parlament die Sorgen öffentlich gemacht. Er fürchtet vielfältige Belastungen und Interessenkonflikte. Es gibt weder eine integrierte Planung für den gesamten Sportpark mit seinen jetzigen und zukünftigen Sportstätten noch eine Verzahnung mit den Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten im angrenzenden Mauerpark. Für dessen westliche Seite gibt es ein Bebauungsplanverfahren. Zur Sanierung des Bestands-Mauerparks auf der östlichen Seite gibt es eine fortgeschrittene Planung mit Anwohner*innenbeteiligung. Für den restlichen Sportpark soll es auch ein Bebauungsplanverfahren geben. Nur das große Stadion will man kurzer Hand ohne Bebauungsplan abreißen und neu bauen, um Zeit zu schinden.


Die Redaktion