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Infobox zum Pankower Tor am S-Bahnhof Pankow.

Matthias Zarbock extraDrei

Grundsatzvereinbarung zum »Pankower Tor« unterzeichnet

Fred Bordfeld
Sören Benn, Katrin Lompscher und Kurt Krieger unterzeichnen die Grundsatzvereinbarung.

Seit vielen Jahren passiert auf dem brachliegenden Areal des ehemaligen Rangierbahnhofs Pankow nichts. Grundstückseigentümer Kurt Krieger und die Verwaltungen von Land und Bezirk haben viele Entwürfe für die Entwicklung des Projektes »Pankower Tor« entwickelt, Verhandlungen geführt und doch ging es keinen Schritt voran.

Bezirksbürgermeister Sören Benn (DIE LINKE) erklärte deshalb, sich der Sache persönlich anzunehmen und gab sich selbst den Auftrag, noch im Frühjahr eine Entscheidung herbeizuführen. Grundlagen dafür hat ihm die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Pankow mehrere gegeben. Auch der Investor zeigte sich zu vielen Zugeständnissen bereit: Ursprünglich wollte er dort ein Einkaufszentrum und zwei Möbelmärkte errichten, außerdem einen kleinen Park.

Bereits in einem ersten Gespräch mit der Kommunalpolitik kam von Seiten der Linksfraktion die Anregung, das Areal sollte mit Leben erfüllt werden – zum Beispiel, indem dort Wohnungen entstünden. Später gab es das Ersuchen des Bezirks, dort eine dringend benötigte Schule zu errichten. Kurt Krieger persönlich hat weitgehende Zugeständnisse gemacht, nur für seine unternehmerischen Interessen gab es kein grünes Licht.

Nicht für alle Streitpunkte gibt es nun eine Einigung, aber eine Grundsatzvereinbarung, die vom Bezirk, der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen und dem Investor Ende April geschlossen wurde, ermöglicht nun, dass man sich gemeinsam auf den Weg macht.

Bezirksbürgermeister Sören Benn erklärte anlässlich der Unterzeichnung der Vereinbarung: „Pankow musste lange auf diese Vereinbarung warten. Jetzt konnten wir endlich liefern. Selbstverständlich wird es auch Kritik geben. Selbstverständlich muss weiter gerungen werden. Aber wir haben jetzt eine Grundlage, auf der wir unser neues Stadtquartier immer weiter konkretisieren und hoffentlich sehr bald bauen können. Dafür bin ich dankbar.“

Dabei ist vereinbart, dass 2.000 Wohnungen entstehen - davon ein Drittel mit Sozialmieten nach Berliner Modell -, die Einzelhandelsflächen maximal 25.000 Quadratmeter umfassen, eine Grundschule und ein Möbelfachmarkt gebaut werden und ein Fahrradparkhaus für 1.000 Räder in der Nähe des U-Bahnhofes angesiedelt wird.

Für die Verkehrsfragen gibt es drei Vereinbarungen: Entlang der Granitzstraße wird eine Straßenbahntrasse freigehalten, eine Tunnelverbindung für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen wird in Verlängerung von Neumann- und Hadlichstraße die Trennung der Stadtgebiete durch die Bahntrasse überwinden, außerdem wird im Abschnitt westlich der Berliner Straße bis zur Mühlenstraße eine Grünfläche mit Durchwegung entwickelt.

Nach Aussage der Senatorin für Stadtentwicklung, Katrin Lompscher (DIE LINKE), wird der Senat nun die Änderung des Flächennutzungsplanes für dieses Gebiet betreiben. Bebauungspläne, Gutachten und städtebauliche Planungen sind weitere Schritte, die durch die Unterzeichnung der Grundsatzvereinbarung nun gegangen werden können.

Nun ist das Bezirksamt gefordert, die Bürger*innen über das Verfahren und die Bausteine des „Pankower Tors“ zu informieren. Nach der Sommerpause soll eine öffentliche Informationsveranstaltung durchgeführt werden.