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Die Nachbar*innen fordern echte Beteiligung.

extraDrei

Grüner Kiez Pankow: Protest gegen die Nachverdichtung durch die GESOBAU

Weil Berlin zu wenig bezahlbaren Wohnraum hat, wird versucht, auf unbebauten Flächen, die dem Land bzw. seinen Wohnungsbaugesellschaften gehören, neue Wohnungen zu bauen. Der Senat hat festgelegt, dass dabei die Belange der Anwohner*innen zu berücksichtigen sind. Beim Bauprojekt der GESOBAU im Areal Ossietzkystraße - Am Schlosspark - Kavalierstraße - Wolfshagener Straße ist diese Partizipation bislang gescheitert. Der Protest der Bürger*innen-Initiative »Grüner Kiez Pankow« erreichte nun die Bezirksverordnetenversammlung (BVV).

In der Fragestunde wollten Anwohner*innen u.a. wissen, wie die ohnehin schwierige Situation bei der Versorgung mit Schulplätzen bewältigt werden soll, wenn mehrere Hundert neue Wohnungen durch Nachverdichtung entstehen. Wie wolle Berlin seine Ziele zur Entsiegelung von Flächen erreichen, wenn derzeit unversiegelte Flächen, wie grüne Innenhöfe, bebaut werden, so die Mieter*innen. Bezirksstadtrat Kuhn (Grüne) verwies darauf, dass die Flächen der GESOBAU gehörten und Baurecht vorliege.

Die Kritik der Initiative nehmen wir ernst. In einem Antrag, den ich für die Bürger*innen einbrachte, wird das Bezirksamt ersucht, sich gegenüber der GESOBAU und den Eigentümervertreter*innen des Landes dafür einzusetzen, den Planungsprozess für das Nachverdichtungsvorhaben in den Innenhöfen der Wohnanlage neu zu starten. Der Antrag wurde in den Stadtentwicklungsausschuss überwiesen.


Matthias Zarbock
Vorsitzender der Linksfraktion