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Kulturareal im Thälmannpark

extraDrei

Die Kunst bleibt frei!

Die Fraktion der AfD, die sich zwischen Rechtsextremismus und zur Schau getragener Harmlosigkeit zerreibt, hat zur 25. Tagung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Pankow den Antrag gestellt, die Leitung des Theaters unterm Dach zu ermahnen und Sanktionen anzudrohen. Was war passiert?

1993 hatte Robert Schneiders Monolog „Dreck“ seine Uraufführung. Der Text beschreibt aus der Sicht des Rosenverkäufers Sad den täglichen Rassismus. In der gelungenen Inszenierung von Oleg Myrzak am „Theater unterm Dach“ – zu sehen am 14. und 15. September um 20 Uhr - beweist sich, dass das Stück Jahrzehnte später leider nichts an Aktualität eingebüßt hat.

Im Gegenteil: Anders als zur Zeit der Entstehung gibt es nun eine rechtsextreme Partei, die ihre Anwesenheit in den Parlamenten nutzt, um ihr missliebige Kunst öffentlich zu diffamieren und Künstler*innen zu bedrohen. Dabei formuliert die AfD ein „Neutralitätsgebot“, das es für Kunst selbstverständlich nicht geben kann und das durchzusetzen eine Form der Zensur darstellen würde. Sanktionen fordert die AfD gegen alle, die auf die Gefährdung des friedlichen und diskriminierungsfreien Miteinanders der Gesellschaft hinweisen. Wer dem Weltbild der AfD nicht passt – Menschen, z.B. die sich für Vielfalt der Kulturen oder Integration einsetzen oder für die Gleichberechtigung der Geschlechter, stehen im Visier der AfD. Alle demokratisch Gesinnten treten dem deutlich entgegen.


Matthias Zarbock
Vorsitzender der Linksfraktion