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extraDrei

Chaos Cantianstadion? Jahn-Sportpark gemeinsam gestalten

Die Senatsverwaltung für Sport unter Leitung von Senator Geisel (SPD) plant, den Umbau des Cantianstadions (Jahn-Sportpark) im Schnellverfahren durchzuziehen. Das alte Stadion soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Für 135 Millionen Euro soll das neue Stadion bereits bis 2023 zu den Special Olympics stehen. Eigentlich ist ein ganzer Inklusionssportpark geplant. Aber wegen des Zeitdrucks soll der Stadionneubau Vorrang genießen.

Hiergegen regt sich Widerstand. Nicht etwa, weil Einwände gegen eine barrierefreie Sportanlage bestehen. Sondern vielmehr, weil das Stadion ohne Einbindung des Bezirks und Beteiligung der Bürger*innen durchgezogen werden soll. Frei nach dem Motto: Da stand schon immer Stadion, hat sich ja niemand beschwert, also ist auch kein Bebauungsplan nötig. Für den Sportpark drumherum ist allerdings ein Bebauungsplanverfahren vorgesehen.

Das hat nichts mit einer integrierten und weitsichtigen Planung zu tun. Das Gebiet ist schon jetzt hoch frequentiert: Es gibt den Mauerpark. Auch die Max-Schmeling-Halle zieht viel Besucherverkehr an. Außerdem haben auf den Sportflächen im Jahn-Sportpark viele Sportvereine ihren Trainingsplatz, zahlreiche Freizeitsportler*innen drehen ihre Runden.

Die Linksfraktion Pankow hat deshalb zur Tagung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Pankow am 14. August beantragt, den Bezirk in die Planungen für die Sportanlage im Prenzlauer Berg endlich einzubeziehen. Weil das Projekt für den Bezirk und die Nutzer*innen des Sportareals von hoher Bedeutung ist und wir die Errichtung einer inklusiven Sportanlage unbedingt unterstützen, wollen wir, dass das Verfahren auf verlässliche Grundlagen gestellt wird. Dazu gehört eine Planung für die entstehenden Verkehre, eine Berücksichtigung der Bedarfe der Sport-Vereine im Bezirk und auch der Nutzungen durch Sportler*innen, die in keinem Sportverein sind.


Fred Bordfeld
Bezirksverordneter