Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

extraDrei

Berlin hat Eigenbedarf: Deutsche Wohnen und Co enteignen

„Sie suchen eine Geldanlage mit hoher Rendite? Dann kaufen Sie doch eine Wohnung!“ So oder so ähnlich werden komplette Berliner Mietshäuser von der Immobilienlobby als lohnende Investition beworben. Der Boom auf dem Immobilienmarkt und die Nachfrage nach Betongold ist ungebrochen. Der Mietenwahnsinn beschreibt keine Einzelfälle, sondern hat System. Wir stehen fest an der Seite der Mieterinnen und Mieter und kämpfen dafür, dass unsere Stadt für alle Menschen lebenswert und bezahlbar bleibt. Nur öffentliche und gemeinwohlorientierte Wohnungsakteure können bezahlbare Mieten und Mitbestimmung garantieren. Wir wollen alle rechtlich zulässigen Möglichkeiten ausschöpfen, um den Mietenwahnsinn zu begrenzen und das Grundrecht auf Wohnen durchzusetzen.

DIE LINKE. Berlin unterstützt als einzige der Berliner Parteien von Anfang offensiv das Volksbegehren „Deutsche Wohnen und Co enteignen.“ Dabei soll erstmalig der Artikel 15 des Grundgesetzes zur Anwendung kommen, mit dem Ziel private Wohnungsunternehmen, die mehr als 3.000 Wohnungen haben, in öffentliches Eigentum zu überführen und gemeinwohlorientiert zu verwalten. Das betrifft vor allem die großen Wohnungskonzerne, die bisher jede Möglichkeit zur Mieterhöhung – und damit Gewinnmaximierung ausgenutzt haben. Allein der „Deutsche Wohnen“ gehören rund 115.000 Wohnungen in Berlin.

Das Volksbegehren forciert die Frage, wie Wohnen in unserer Stadt zukünftig eigentlich organisiert sein soll. Die zweite Phase steht jetzt in den Startlöchern. Unter Corona-Bedingungen berlinweit mehr als 170.000 Unterschriften zu sammeln, wird für uns alle eine ziemliche Herausforderung, aber ich bin mir sicher, dass wir das stemmen werden und der Initiative zum Erfolg verhelfen werden. Dieser Volksentscheid könnte Geschichte schreiben. Langfristig ein echter Gewinn für unsere Stadt. 


Katina Schubert
Vorsitzende DIE LINKE. Berlin


Kontakt