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A 114: Mehr Lärmschutz notwendig

extraDrei

Auf der langen Bank: Unzureichender Lärmschutz für Autobahn 114

Bis Ende 2022 wird die Autobahn A 114 in Pankow von Grund auf saniert. Es werden Brücken neu gebaut, die Fahrbahn wird verbreitert und erhält einen neuen Belag. Was bislang nicht auf der Agenda stand, sind Lärmschutzwände an der westlichen Seite der Trasse. Wie an der Ostseite, wo sich bereits eine Lärmschutzwand befindet, grenzen auch hier Wohn-, Erholungs- und Gartenanlagen an die Autobahn. Diese Ungleichbehandlung sollte ein Ende haben, schließlich ist der Schutz vor Lärmimmissionen ein klares politisches Ziel. In den vom Senat veröffentlichten Planungen wurde bislang nur auf Flüsterasphalt und Geschwindigkeitsbeschränkungen verwiesen.

In einem Brief machte ich Senatorin Regine Günther, die nicht nur für Verkehr, sondern auch für Umwelt und Klimaschutz zuständig ist, vor über einem Jahr auf das Problem aufmerksam. Ich finde es doch befremdlich, wenn einerseits für die Autofahrer die Trasse verbreitert wird, für die Menschen jedoch, die an dieser vielbefahrenen Piste leben müssen oder sich erholen wollen, der Lärmschutz verweigert wird. Ich appellierte daher daran, dass die Lärmschutzwände im Rahmen der Baumaßnahmen realisiert werden.

In einer ersten Antwort Anfang vergangenen Jahres informierte die Senatorin mich darüber, dass das Lärmschutzgutachten überarbeitet und eine neue Abwägung hinsichtlich der Lärmschutzwände erfolge. Hintergrund sei eine Erhöhung der zulässigen Geschwindigkeit von 80 auf 100 km/h. Die Überarbeitung sollte im ersten Quartal 2020 (!) ihren Abschluss finden. Kürzlich teilte mir nun die Senatorin mit, dass erst Anfang 2021 dieses neue Gutachten vorliegen werde. Wir dürfen gespannt sein.


Stefan Liebich
Mitglied des Bundestages


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