Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

extraDrei

Abstand kostet Geld

»Wir brauchen mehr Plätze und wir brauchen mehr Geld«, so Berlins Sozialsenatorin Elke Breitenbach (DIE LINKE) angesichts des Starts der Kältehilfesaison. Damit ist sie sich einig mit vielen in der Obdachlosenhilfe tätigen Menschen. Die Kältehilfe beginnt jedes Jahr am 1. Oktober und endet Ende April. Sie bietet Notübernachtungsplätze für obdachlose Menschen. Über 1.000 Plätze sollen es wieder werden. Die Zeit drängt angesichts der herannahenden Kälte. Und die Herausforderungen sind mit der Covid 19-Pandemie gestiegen. Matratze an Matratze, das geht nicht mehr. Die Einrichtungen können nicht mehr voll belegt werden. Die Möglichkeiten zum Duschen und Bekleidungswechsel für die Betroffenen waren in der letzten Saison u.a. wegen der fehlenden Schutzkleidung für die Helfer*innen stark eingeschränkt worden. Suppenküchen mussten schließen oder haben – wie das Franziskaner-Kloster in Pankow – die Essensausgabe nach draußen verlegt.

Bislang wird für ein Kältehilfeplatz nur 17,10 Euro täglich gezahlt. Das war schon unter »normalen« Bedingungen zu wenig.

Deswegen braucht es mehr Plätze und mehr Geld. Das Abgeordnetenhaus und die Bezirke haben es in der Hand. Das Parlament beschließt den Nachtragshaushalt. Und in den Bezirken, die für die Unterbringung von wohnungslosen Menschen zuständig sind, braucht es ein engagiertes Handeln. Es geht um nichts weniger als um Menschenleben.


Sandra Brunner
Stellv. Vorsitzende DIE LINKE. Berlin


Kontakt