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extraDrei

365 Euro-Ticket und dann entgeltfrei

Nach knapp drei Jahren Rot-Rot-Grün in Berlin kann sich die Bilanz in Bezug auf die Tarifstruktur im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sehen lassen. Mit dem kostenlosen Schüler*innen-Ticket bewegen wir uns auf das langfristige Ziel eines entgeltfreien ÖPNV zu. Dazu passt auch die vom Regierenden Bürgermeister losgetretene Debatte über die Einführung eines 365-Euro-Jahrestickets nach dem Vorbild Wiens. Ein solch politisch gesetzter Preis kann der letzte Schritt vor dem Einstieg in den entgeltfreien ÖPNV sein.

Vor der Einführung des 365-Euro-Tickets im Jahr 2012 hat die Stadt Wien ein ganzes Bündel an Maßnahmen auf den Weg gebracht: Der ÖPNV hat sehr dichte Takte, die den spontanen Einstieg in Bus oder Bahn enorm erleichtern. 74 Prozent in Wien sind an die Schiene angeschlossen und 93 Prozent haben einen fußläufigen Zugang zum ÖPNV. Die nächste Haltestelle ist nie weiter als 300 bis 500 Meter weg. Auch die Parkraumbewirtschaftung wird konsequent weiter ausgebaut. Die erzielten Gebühren, die viel höher sind als in Berlin, fließen gezielt in den ÖPNV.

Mit diesen Maßnahmen stieg der Anteil des ÖPNV am gesamten Verkehrsaufkommen von 29 Prozent im Jahr 1993 auf 38 Prozent im Jahr 2012. Seitdem hat sich allerdings der Anteil kaum verändert. Zum Vergleich: 2013 lag der Anteil des ÖPNV am Gesamtverkehrsaufkommen in Berlin bei 27 Prozent.
Vom „Wiener Modell“ kann Berlin gleichwohl – nicht nur was den Preis angeht – einiges lernen.


Kristian Ronneburg
Mitglied des Abgeordnetenhauses


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