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Stadtentwicklung

Ein beliebter Bezirk wie Pankow steht immer vor der Herausforderung, wie er trotz beschränkter Ressourcen seine Attraktivität in gesundes und verträgliches Wachstum umsetzen kann. Überall dort, wo auf landeseigenen Flächen größere Stadtquartiere entwickelt werden, bietet sich die Chance, alle Anforderungen an eine moderne, klimagerechte und nachhaltige Stadt zu erfüllen: Eine abgestimmte Mischung aus Wohnen, Mischgebieten und Gewerbeflächen, um mit kurzen Wegen im Alltag Verkehre zu reduzieren. Ausreichend Platz für soziale Infrastruktur, die mit Bildung, Fürsorge und Kultur lebendige Quartiere schafft und Teilhabe ermöglicht. Die Herausforderungen eines sich verändernden Klimas werden schon von Grund auf mitgedacht und im Interesse zukünftiger Generationen angegangen.

Das erfordert eine weitsichtige Planung und politische Steuerung, die dem Gemeinwohl verpflichtet ist. Dazu bedarf es nicht zuletzt eines breiten, offenen und öffentlichen Diskurses mit den Bürger*innen. Das reine Denken in Wohnbaupotentialen reduziert städtebauliche Qualität im Planungsprozess und schafft eine Flächenkonkurrenz, die guten Wohn- und Lebensverhältnissen im Wege steht.

Eine durchdachte verkehrliche Erschließung mit dem Umweltverbund ist eine Grundvoraussetzung für die Weiterentwicklung der Stadt. Eine genaue Analyse angrenzender Quartiere ermöglicht eine Verbesserung struktureller Defizite und somit die Vernetzung mit und die Akzeptanz bei den Anwohner*innen in den benachbarten Stadteilen.

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Kommentare

  • Am 13.08.2020, von Michael Frey:               

Die sozialen Folgen des zunehmenden Tourismus sollten auch für Pankow thematisiert werden. Insbesondere Prenzlauer Berg verändert sich dadurch. Sichtbar wird dies z.B. an steigenden Preisen in Cafés, Kneipen und Restaurants sowie an den vielen Ferienwohnungen, die nicht mehr regulär vermietet werden. Verdrängung, Aufwertung und Verteuerung des alltäglichen Lebens sind die Folge. Das eigens gegen den Mißbrauch von Mietwohnungen erlassene Zweckentfremdungsverbot muss stärker durchgesetzt werden. Ein eigenes Tourismuskonzept (wie es z.B. bereits in Amsterdam oder Barcelona existiert) sollte entweder für Pankow oder ganz Berlin entwickelt werden. Ferienwohnungsanbieter*innen müssen stärker reguliert und überprüft werden.

  • Am 27.08.2020, von Susanne Kühne:

Der Text ist gut, allerdings fehlt ein wenig der genaue Bezug zu bereits durchgeführten oder konkret angedachten Maßnahmen, wie z.B. Bürger*innen Gespräche zum Thema Stadtentwicklung/Quartiere.