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Tag der Befreiung am 8. Mai 2022

Vor 77 Jahren, am 8. Mai 1945, unterzeichneten die Oberbefehlshaber der Wehrmacht die bedingungslose Kapitulation Deutschlands in Berlin-Karlshorst – in Anwesenheit sowjetischer, amerikanischer, französischer und britischer Vertreter. Es ist das Ende der faschistischen Verbrechen, der Shoa und der systematischen Vernichtung und Verfolgung von Menschen auf Basis rassistischer, antisemitischer und antiziganistischer Ideologie. Es ist das Ende der politischen Verfolgung von NS-Gegner*innen und Widerstandskämpfer*innen. Allen Opfern des Hitlerfaschismus gedenken wir auch in diesem Jahr und danken den Befreier*innen.

An große Feierlichkeiten anlässlich des Tages der Befreiung ist in diesem Jahr jedoch nicht zu denken. Russland hat am 24. Februar die Ukraine angegriffen. Ein neuer Krieg tobt in unserer Nachbarschaft und fordert täglich unzählige Opfer. Menschen müssen ihre Häuser verlassen und fliehen vor dem Krieg – auch nach Deutschland.

Wir verurteilen diesen Krieg zutiefst, fordern einen sofortigen Waffenstillstand und den Abzug der russischen Truppen aus den besetzen Gebieten.

Vor dem Hintergrund dieses Krieges stellt uns der Tag der Befreiung in diesem Jahr vor besondere Herausforderungen. Im Wissen darum, dass es die gesamte Rote Armee mit Soldaten aus Russland, der Ukraine, Belarus, Polen und allen ehemaligen sowjetischen Republiken sowie die westlichen Alliierten waren, die Berlin und Deutschland von der Herrschaft des Nationalsozialismus befreit haben, wollten wir auch in diesem Jahr der Befreiung vom Faschismus würdevoll gedenken, erinnern und mahnen: für eine friedliche Welt ohne Faschismus und Krieg.

Deshalb beteiligten wir uns an den stillen Gedenken am Denkmal des polnischen Soldaten und deutschen Antifaschisten, am Gedenkstein Ostseeplatz und am Sowjetischen Ehrenmal Schönholzer Heide sowie an der Gedenkveranstaltung und Friedenskundgebung am Sowjetischen Ehrenmal in Buch.