Für eine geschlechtergerechte, migrantische, queere und vielfältige LINKE
Der Beschluss „Selbstverständnis und Rahmenkonzept – Für eine geschlechtergerechte, migrantische, queere und vielfältige LINKE“ des Bezirksvorstandes Die Linke Pankow vom 18.11.2021 bildet die Grundlage des Handelns in der Arbeitsgruppe Gleichstellung und Diversität.
Unser Ziel:
eine Partei, in der sich jede*r wohlfühlt und gleiche Chancen hat – unabhängig von Herkunft, Geschlecht, sexueller Identität, Alter oder sozialem Hintergrund.
Wir stellen uns entschieden gegen jede Form von Diskriminierung und Rassismus.
Wir fördern die Teilhabe von Menschen mit Migrationsgeschichte, von
Antisemitismus und Rassismus Betroffenen, Menschen mit Behinderungen und
Personen aller sexuellen und geschlechtlichen Identitäten.
Wir bauen Barrieren ab und öffnen die Parteiarbeit für ALLE.
Unsere Mitglieder kommen aus unserer BVV-Fraktion, dem Bezirksvorstand und aus verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens Pankows.
Eines unserer zentralen Vorhaben war die FLINTA*-Umfrage, die wir im Herbst 2025 starteten. Eine geschlechtergerechte Partei entsteht nicht von allein. Notwendig sind Strukturen für echte Teilhabe. Dazu gehört auch die Bereitschaft, bestehende Bedingungen kritisch zu hinterfragen und gegebenenfalls zu verändern. Im Ergebnis der Studie wollen wir herausfinden, wie FLINTA*-Personen in unserem Bezirk unterstützt, eingebunden und gestärkt werden können: beim Mitmachen, Mitgestalten und Mitentscheiden. Die Auswertung erfolgt in den nächsten Wochen.
Im März stand der Feministische Kampftag 2026 im Mittelpunkt unserer Arbeit.
In den Ortsverbänden wurden eigenständige Aktionen geplant. Und wir haben uns an der großen bundesweiten Frauen*streik-Demo am 9. März 2026 beteiligt. An diesem Tag wurde sichtbar gemacht, was sonst unsichtbar bleibt: prekäre Arbeitsbedingungen in der Sorgearbeit, auf dem Arbeitsmarkt und im Alltag.
Der Frauenstreiktag wendet sich nicht nur an Frauen*, sondern an alle, die von Ungleichheit und Ungerechtigkeit betroffen sind – ob durch Sexismus, Rassismus, Antisemitismus, Behinderungen oder Queer*feindlichkeit und an alle, die solidarisch handeln.
Der Frauenstreiktag ist übrigens keine neue Erfindung.
Einige Leser*innen werden sich vielleicht noch an das Plakat oder die eigene Teilnahme am FrauenStreikTag am 8. März 1994 erinnern. Organisiert wurde dieser bundesweite FrauenStreikTag vom Streikkomitee Köln/Bonn und dem Unabhängigen Frauenverband (UFV) Berlin. Ein Blick auf die Forderungen von 1994 zeigt: Manches hat sich schon verändert, aber bis zu einem tatsächlichen Politikwechsel brauchen wir einen langen Atem und vor allem viele Mitstreiter*innen.
Maxi Häber, Gleichstellungsbeauftragte DIE Linke Pankow, und Jil Gaden,
Diversitätsbeauftragte Die Linke Pankow
1. Die Verwendung des Sternchens soll die Selbstzuordnung von Menschen zu diesem Begriff betonen.
2. FLINTA* steht für Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nichtbinäre, transgeschlechtliche und agender Personen.
