Rente? Ein Armutszeugnis!
Aus dem Bundestag
Alt werden heißt für viele: ein Leben lang schuften und am Ende reicht die Rente kaum zum Leben. Politisch gewollt ist das Rentenniveau seit 2000 von 53 auf unter 49 Prozent gesunken – und droht, schon bald auf bis zu 44 Prozent zu fallen. Eine Kassiererin mit 1.800 Euro netto erhält so schon heute nach 40 Jahren Vollzeit nur rund 860 Euro Rente – in Zukunft wären es noch weniger.
Die Bundesregierung will das Rentenniveau jetzt zwar bis 2031 nicht unter 48 Prozent fallen lassen. Doch was nach Sicherheit klingt, bedeutet in Wahrheit: Altersarmut wird gesetzlich zementiert.
Gleichzeitig setzen CDU/CSU und SPD auf mehr private Vorsorge. Doch wer wenig verdient, den schützt auch die beste private Geldanlage nicht vor Altersarmut.
Für wen das alles nicht reicht, der soll als Rentnerin oder Rentner eben “freiwillig” weiterarbeiten, während die Rente selbst immer stärker besteuert wird.
Teile der CDU/CSU wollen sogar gleich die Rente erst ab 70. Dabei schaffen es viele heute nicht einmal gesund bis 65 oder 67!
Doch ein Blick nach Österreich zeigt: Ein solidarisches Rentensystem kann für ein deutlich höheres Rentenniveau sorgen und Altersarmut weitgehend verhindern.
Auch in Deutschland ist dies möglich: Alle Erwerbstätigen – auch Beamtinnen und Beamte, Selbständige und Abgeordnete – müssen dafür in die Rentenkasse einzahlen. Die Beitragsbemessungsgrenze muss angehoben werden. Zudem braucht es einen stärkeren solidarischen Ausgleich sowie höhere Steuerzuschüsse und dazu endlich auch hierzulande die Besteuerung millionenschwerer Vermögen.
Mit ihrer neuen Stärke wird Die Linke im Bundestag auch hierfür weiter Druck machen.
Pascal Meiser, Mitglied des Deutschen Bundestages

