Vom Wahlhelfer zum Nothelfer im Sozialamt
Die Berliner Sozialstadträte haben sich erst kürzlich erneut an den Senat gewandt, um auf die seit längerer Zeit nicht mehr auskömmliche Personalausstattung hinzuweisen.
Inzwischen nehmen die Rückstände bei der Bearbeitung von Anträgen in vielen Bezirken weiter zu. Deshalb fordern die Bezirke eindringlich, für die Ämter für Soziales und vor allem für die dort tätigen Beschäftigten schnelle berlinweite Hilfe. Da die Rufe ungehört bleiben, hat sich Pankow entschlossen aus eigener Kraft die Not zu lindern.
Unser Wahlamt stellt jeweils zu Wahlterminen befristet Personal für die Vor- und Nachbearbeitung ein. Wir haben uns sehr gefreut, dass wir 14 dieser Mitarbeitenden gewinnen konnten, uns befristet bis zum 31.12.2025 bei der Abarbeitung von Rückständen im Sozialamt zu unterstützen. Nach einer Schulung über 4 Wochen insbesondere zum Sozialrecht begann die Arbeit vor allem in den Bereichen Grundsicherung und Hilfe zur Pflege. Einer unserer Helfer ist Niels. Wir haben ihn gefragt, wie es ihm ergangen ist, ob er sich eingelebt hat und natürlich, ob er uns weiter unterstützen möchte:
Niels: „Die Zusage der Weiterbeschäftigung kam für uns sehr kurzfristig. Dass bei der Einarbeitung Gruppenleitungen bis hin zum Amtsleiter und auch unsere Bezirksstadträtin mitgewirkt haben, zeigt, welchen Stellenwert die Bewältigung der Rückstände hier hat. Ich bin der Grundsicherung zugeordnet und das Team hier hat uns sehr herzlich aufgenommen. Es gibt viel zu tun und wir sind uns der Dringlichkeit und unserer Verantwortung bewusst. Ich lerne schnell dazu und hoffe, in verantwortungsvollerer Position als Aushilfe bleiben zu können. Das wird sich vermutlich erst zum Ende des Jahres zeigen.“
Dominique Krössin, Bezirksstadträtin für Soziales und Gesundheit

