Zum Hauptinhalt springen
Obdachlose Menschen am U-Bahnhof Eberswalder Straße

extraDrei

Obdachlosigkeit, nicht Obdachlose bekämpfen

Die Kälteperiode steht Pankow bevor. Für obdachlose Menschen ist dies eine besonders harte Zeit. Einige Bezirke vertreiben obdachlose Menschen immer wieder von ihren Schlafplätzen. Räumungen und repressives Vorgehen lösen allerdings keine Probleme. Vielmehr werden auf diese Weise obdachlose Menschen nur an andere Orte verdrängt.

Genau das greift ein Antrag der Linksfraktion in der Bezirksverordnetenversammlung Pankow (BVV) auf. Das Bezirksamt soll einen Leitfaden zum Erstkontakt und Umgang mit obdachlosen Menschen entwickeln. Der Leitfaden soll allen Dienstkräften zur Verfügung gestellt werden, die in Kontakt mit obdachlosen Menschen kommen. Die Einhaltung des Leitfadens soll regelmäßig überprüft und der Leitfaden weiterentwickeln werden. Wichtig ist aus Sicht der Linksfraktion die Einbeziehung der KARUNA Taskforce. In der Taskforce arbeiten Obdachlosen-Lotsinnen und -Lotsen im direkten Kontakt mit Menschen, die auf der Straße leben. KARUNA hat auch eine Hilfe-Hotline, die man anrufen kann.


Berlin hat sich zum Ziel gesetzt, Obdachlosigkeit in Berlin bis 2030 zu überwinden. „Pankow muss alles tun, was möglich ist, um dieses Ziel zu erreichen. Obdachlosigkeit kann nur durch beherztes Vorgehen beendet werden. Empathie sollte dabei oberstes Leitmotiv sein", erklärte Maximilian Schirmer, sozialpolitischer Sprecher der Linksfraktion. Der Antrag wurde nun im Ausschuss für Soziales beraten.
 

Die Redaktion