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Der Abenteuerspielplatz Moorwiese am S-Bahnhof Buch

extraDrei

Sandhaus Buch: Moorlinse erhalten

Am Sandhaus in Buch soll ein neues Wohnquartier entstehen. Die Senatsstadtentwicklungsverwaltung organisierte Werkstätten, versuchte Bürgerbeteiligung unter Corona-Bedingungen und schließlich wurde ein Rahmenplan vorgelegt.

Als im letzten Jahr Gutachter*innen einen städtebaulichen Entwurf als Grundlage für den Rahmenplan wählen sollten, wurden die unterschiedlichen Auffassungen zur Wohnbebauung deutlich. Dabei geht insbesondere um den Umgang mit dem schützenswerten Naturraum rund um die Moorlinse und der daran geknüpften sozialen Infrastruktur. Bürgerschaft und Bezirksverordnete waren immer der Ansicht, dass die Moorlinse und die sie umgebenden Flächen ein besonderes Feuchtbiotop, ein einmaliger Brutplatz für Vögel am Rand der Stadt und auch ein Bildungsort für die Kinder der Großstadt sind. Entsprechende Angebote wie der Abenteuerspielplatz „Moorwiese“ und ein Naturerfahrungsraum hatten sich hier angesiedelt. Die Rahmenplanung des Senats deutet zwar an, die „Moorwiese“ vor Ort erhalten zu wollen. Allerdings trennt sie sie durch zwei Wohnblöcke am Südausgang des S-Bahnhofs Buch von der Moorlinse. Zudem rückt die Wohnbebauung viel zu nah an das schützenswerte Feuchtbiotop Moorlinse heran.

Ein von der Linksfraktion unterstützter Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) fordert nun, diese Blöcke, die auch der städtebauliche Entwurf nur als optional bezeichnete, ganz aus der Rahmenplanung zu streichen und die Moorlinse langfristig über einen entsprechenden Bebauungsplan zu schützen. Der geplante Wohnraum kann auch an anderer Stelle im Plangebiet untergebracht werden.
 

Fred Bordfeld
Bezirksverordneter