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Ernst-Thälmann-Park
Ernst-Thälmann-Park

extraDrei

Kurz aus dem Kiez und der BVV

  • Widerstand würdigen

Anlässlich des 80. Jahrestages des Brandanschlages auf die Ausstellung „Das Sowjetparadies" der Reichspropagandaleitung der NSDAP beantragten FDP- und Linksfraktion gemeinsam, die Straßen im neuen Wohngebiet „Blankenburger Süden" nach Mitgliedern der „Gruppe Marianne und Herbert Baum" zu benennen, die für ihren Widerstand im Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden. Der Antrag wird nun im Kulturausschuss beraten.

  • Thälmann bleibt

Der Antrag der CDU-Fraktion, der mit Verweis auf den Ukraine-Krieg den Abriss des Ernst-Thälmann-Denkmals forderte, erhielt von allen anderen Fraktionen in der BVV eine Abfuhr. In Pankow gab es Fachveranstaltungen zu Ernst Thälmann und dem Denkmal, Historiker*innen haben Gutachten entwickelt, es gibt eine künstlerische Kommentierung und bald eine historisch-kritische Informationstafel. Die Forderung nach der Tilgung der unter Denkmalschutz stehenden Anlage ist "ein Ritual derer, die sich in den Gräben des kalten Krieges verschanzt haben", so Matthias Zarbock, Vorsitzender der Linksfraktion.

  • Legales Graffiti

In einem Antrag ersucht die Linksfraktion das Bezirksamt, die Wand am Basketballplatz an der Grünanlage nahe der Mendelssohnstraße 28 für legale Graffiti-Kunst zur Verfügung zu stellen und dort einen Müllcontainer für die Beseitigung der Spraydosen aufzustellen. Wie im Mauerpark zu sehen ist, entsorgen die Graffiti-Künstler*innen ihren Müll selbst, sobald ein entsprechender Behälter zur Verfügung steht. Der Antrag wurde mehrheitlich beschlossen.

  • Stilles Gedenken

Anlässlich des 77. Jahrestags der Befreiung vom Faschismus haben viele Menschen den Befreier*innen und den Opfern des Nazi-Terrors gedacht. Am Denkmal des polnischen Soldaten und deutschen Antifaschisten im Friedrichshain, am Gedenkstein am Ostseeplatz, den Sowjetischen Ehrenmälern in Buch und in der Schönholzer Heide fanden sich viele zum stillen Gedenken ein. Eine gemeinsame Kranzniederlegung in Schönholz mit der russischen Botschaft gab es diesmal nicht. Dem Bezirksamt und der Bezirksverordnetenversammlung war dies angesichts des verbrecherischen Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine unmöglich.