DIE LINKE. Bezirksverband Pankow
Newsletter Juni 2020

 

Inhaltsverzeichnis

 
  1. Informationen zur organisatorischen Arbeit unter Corona-Bedingungen
  2. Artikelvorschau extraDrei Juni 2020
  3. LINKE Pankow @Instagram
  4. Aufruf "Wann, wenn nicht jetzt!"
  5. Beschluss des Landesvorstands zur anstehenden S-Bahn-Ausschreibung
  6. Kurzinfo zur Ausbeutung in der Saisonarbeit
  7. Für eine solidarische Zukunft nach Corona
  8. Pauls neue Podcast-Reihe "Zwischen Partys, Politik und Pailletten"
  9. Online-Veranstaltungs-Tipps
  10. Termine
  11. Zum Nachlesen
  12. Die Linksfraktion Berlin sucht dich!

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Genossinnen und Genossen,

 

am 8. Mai ehrten wir alle diejenigen, die Widerstand leisteten, sich auflehnten, nicht verstummten und Verfolgten halfen. Wir gedachten der Menschen, die dafür ihr Leben gaben. Wir ehrten die Befreierinnen und Befreier vom Faschismus und die Mutigen, die der Barbarei im Kleinen wie im Großen widerstanden haben.

Ob am Sowjetischen Ehrenmal in Buch und in der Schönholzer Heide, am Ehrenmal des polnischen Soldaten im Volkspark Friedrichshain, am Ostseeplatz oder in der Pistoriusstraße - gemeinsam mit zahlreichen Berliner*innen ehrten wir die Opfer und Befreier*innen vom Faschismus mit Blumen und Ansprachen. Hier findet ihr unsere Bilder.

Umso unerträglicher ist es, dass in der Nacht zu Samstag, 23. Mai 2020 etliche Hakenkreuze auf das Denkmal für die gefallenen sowjetischen Soldat*innen im 2. Weltkrieg in Buch geschmiert wurden. Das Denkmal war auch in den vergangen Jahren immer wieder Ziel von Angriffen, zu denen nicht selten Neonazis aus dem Umfeld der Pankower NPD zumindest indirekt aufriefen. Zwischen die geschmierten Hakenkreuzen war diesmal auch „Mörderschweine“ gesprüht worden. Ein anschauliches Beispiel für nazitypische Schuldumkehr. Statt die Vergangenheit kritisch zu reflektieren, werden die eigenen Abgründe auf den politischen Feind projiziert. Das ist heute so gefährlich wie damals. Hier könnt ihr die Mitteilung der Pankower VVN-BdA nachlesen.

Unterschiedlichste Menschen protestieren außerdem seit Wochen gegen die Maßnahmen der Bundesregierung zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Zunehmend werden die Demonstrationen von Rechtsextremist*innen, Reichsbürger*innen und Einzelpersonen bestimmt, die Verschwörungserzählungen anhängen und verbreiten.

Nun fanden am 30. und 31. Mai auch in Pankow im Mauerpark solche Kundgebungen statt. Wir wenden uns ausdrücklich gegen diese verschwörungsideologischen, wissenschaftsfeindlichen, antisemitischen und rechtsextremen Anschauungen und Äußerungen der Teilnehmenden. Ganz nach dem Motto „Abstand halten gegen Rechts“ gilt es deutlich zu machen: Es ist legitim, die Corona-Politik zu kritisieren und vor einer möglichen Bedrohung demokratischer Rechte zu warnen. Doch es ist überhaupt nicht legitim, dies gemeinsam mit Nazis zu tun und Faschist*innen eine Bühne und einen Vorwand für ihre Hetze zu bieten.

Hier gibt es die Position der LINKEN Berlin zum Nachlesen sowie einen Infozettel für Anwohner*innen, ein Flugblatt und weitere Infomaterialien vom Bündnis "Aufstehen gegen Rechts".

 
 

Informationen zur organisatorischen Arbeit unter Corona-Bedingungen

 

Der Landesvorstand DIE LINKE. Berlin hat eine Handreichung zur organisatorischen Arbeit der LINKEN Berlin und Empfehlungen zum Umgang mit den Einschränkungen aufgrund der Corona-Eindämmungsverordnung beschlossen:

  • Der am 16. Mai ausgefallene Landesparteitag soll am 22. August nachgeholt werden. Ein geeigneter Tagungsort wird gesucht, der die Teilnahme aller Delegierten unter Wahrung der Abstands- und Hygieneregelungen erlaubt.
  • Seit dem 2. Juni sind Versammlungen in geschlossenen Räumen bis zu einer Zahl von 150 Teilnehmenden wieder zulässig. Dabei sind die Abstands- und Hygieneregeln zu beachten (Mindestabstand von 1,5 Meter, ausreichende Belüftung, Mund-Nasen-Schutz). Bei der Durchführung solcher Veranstaltungen ist eine Liste aller Teilnehmenden anzufertigen, die mindestens die Angabe von Vor- und Nachnamen, Anschrift und Telefonnummer enthält und die vier Wochen lang aufbewahrt werden muss. Unter diese Regelung fallen u.a. Basisorganisationen, Ortsverbände, Mitgliederversammlungen, Vorstandssitzungen und Arbeitsgruppen.
  • Es wird empfohlen, sofern möglich und sinnvoll, bei regelmäßigen Versammlungen auch auf Video- und Telefonkonferenzen auszuweichen.
  • Infostände für DIE LINKE. sind erlaubt. Dabei dürfen nicht mehr als fünf Genoss*innen gegenüber max. fünf Personen für unsere Partei werben. Besser sind eher zwei Genoss*innen am Infostand. In der Regel sollte nur gegenüber Einzelpersonen geworben werden. Menschenansammlungen an Infoständen über diese Personenanzahl hinaus sind nicht erlaubt.
  • Straßenfeste und ähnliche Veranstaltungen im öffentlichen Straßenland sind derzeit fast unmöglich, weil auch bei diesen Veranstaltungen die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln und das Führen einer Anwesenheitsliste vorgeschrieben sind.

Der Bezirksvorstand DIE LINKE. Pankow hat deshalb am 18. Mai 2020 beschlossen, alle größeren Veranstaltungen und Feste vorerst bis zum 6. Juni abzusagen. Weitere Festlegungen:

  • Unsere im März geplante Hauptversammlung soll mit einer verkürzten Tagesordnung zur politische Debatte und Wahl der Bundesparteitagsdelegierten nachgeholt werden und wurde für den 29. August einberufen.
  • Die nächste Sitzung des Bezirksvorstands am 8. Juni soll erneut virtuell stattfinden, anschließend hoffen wir wieder auf Präsenzsitzungen.
  • Die zweite Sitzung des Bezirkswahlbüros am 18. Juni werden wir in Präsenz um 18.00 Uhr im Rosa-Luxemburg-Saal des KLH durchführen. Mehr Infos
  • Unseren nächsten Basistag mit Udo Wolf von der Linksfraktion Berlin wollen wir Ende Juni (voraussichtlich am 22. Juni) wieder in Präsenz durchführen und suchen derzeit einen entsprechenden Raum.
  • Am 14. August soll unsere Mitgliederparty im Frei-Zeit-Haus Weißensee stattfinden.

Wir halten Euch zu den aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Unsere Regionalgeschäftsstelle wird ab sofort an zwei Tagen in der Woche geöffnet: jeden Dienstag von 11 bis 15 Uhr und jeden Donnerstag von 12 bis 18 Uhr. Wir sind außerdem weiterhin telefonisch unter Tel. 44017780 oder schriftlich (bezirk@die-linke-pankow.de) zu erreichen.

Auch wenn das Parteileben gerade erschwert ist, bitten wir unsere Genoss*innen in Kontakt zu bleiben und regelmäßig zu telefonieren oder eine E-Mail bzw. einen Brief zu schreiben. Seid für einander da. Seid solidarisch und helft einander.

 
 

Artikelvorschau extraDrei Juni 2020

 

Die Ausgabe Juni 2020 der extraDrei, dem Bezirksmagazin der LINKEN in Pankow ist erschienen! Die dritte Ausgabe in diesem Jahr informiert über das aktuelle kommunalpolitische Geschehen und vieles mehr aus unserem Bezirk.

Aufgrund der aktuellen Lage kann die Druckausgabe nur an zwei Tagen pro Woche in der Regionalgeschäftsstelle abgeholt, aber jederzeit und überall auf unserer Webseite gelesen oder als PDF heruntergeladen werden.

 

Solidarisch aus der Krise

29. Mai 2020

 

Die Corona-Pandemie stellt uns seit Monaten alle vor große Herausforderungen. Die sozialen und wirtschaftlichen Folgen sind noch nicht völlig abzusehen. Aber in Berlin als Hauptstadt der Kinderarmut und prekären Beschäftigung bekommen wir die Auswirkungen der Krise jetzt schon besonders stark zu spüren. Viele Menschen sind in Kurzarbeit, die Zahl der Erwerbslosen steigt. Bei der Bildung wird die soziale Spaltung offensichtlich. Nicht jede Familie kann ihre Kinder mit einem eigenen Rechner ausstatten. Wir brauchen einen Internetanschluss und ein mobiles Endgerät für jedes Kind. Wir erleben, wie wichtig sichere und gut bezahlte Jobs sind. Gerade die Bereiche, die mit und für Menschen... Weiterlesen

 

Gedenken

29. Mai 2020

 

Sowjetisches Ehrenmal in der Schönholzer Heide: 13.200 Soldat*innen der Roten Armee sind hier beigesetzt.

Zu Beginn der 32. Tagung der Bezirksverordnetenversammlung Pankow (BVV) am 13. Mai richteten Bürger*innen ihre Fragen an das Bezirksamt. Eine davon kam von einer Anwohnerin der Jacobsohnstraße aus Weißensee. Viele Bürger*innen haben sich dort zusammengetan, um eine temporäre Spielstraße zu schaffen. Angesichts der Unterversorgung mit Spiel- und Grünflächen unterstützt die Linksfraktion ausdrücklich diese Initiative. Anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung vom Faschismus bat Bezirksbürgermeister Sören Benn (DIE LINKE) die Anwesenden, um eine Schweigeminute für die Opfer, die die alliierten Befreierarmeen erbringen mussten. Ausführlich berichtete Sören Benn anschließend von der... Weiterlesen

 

Abriss und was dann? Streit um Abriss des Jahnstadions

29. Mai 2020

 

Soll abgerissen und neugebaut werden: Das Jahnstadion mit seinen charakteristischen Flutlichtmasten.

Der Jahnsportpark soll zu einem Inklusionssportpark umgebaut werden. Nach vielen Jahren Debatte soll nun im Herbst 2020 das Vorhaben starten. Die Gelder für den Abriss des Jahnstadions (erster Bauabschnitt), das durch einen Neubau mit gleicher Zuschauerkapazität (zweiter Bauabschnitt) ersetzt werden soll, stehen im Landeshaushalt 2020/21 bereit. Allerdings sind sie gesperrt, bis die Sportverwaltung dem Haushaltsausschuss des Abgeordnetenhauses ein aktualisiertes Konzept für die zukünftige Nutzung des Sportparks vorgelegt. Dazu hat sie in den letzten Monaten die Interessen und Bedarfe der bezirklichen Sportvereine, von ALBA und Landesportverbänden abgefragt sowie Gespräche mit den... Weiterlesen

 

Kommunen in der Krise - Fünf Forderungen an die Bundesregierung

29. Mai 2020

 

Die Corona-Krise setzt auch die Schulen des Bezirks unter Druck.

Mit 82 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen rechnet Finanzminister Olaf Scholz in diesem Jahr. Stark betroffen sind die Kommunen. Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Helmut Dedy, summiert deren fehlende Einnahmen und höheren Ausgaben zu einem Defizit von 20 Milliarden Euro. Die Gemeinden und eben auch die Berliner Bezirke stehen ganz am Ende der steuerlichen Nahrungskette. Doch sie sind es, die als unmittelbare Dienstleister in Erscheinung treten. Sie sind zuständig für Schulen und Bibliotheken, Schwimmbäder und Sportplätze, Grünanlagen und Straßen. Pankows Bürgermeister Sören Benn (DIE LINKE) hat darum recht, wenn er sagt, dass bei prognostizierten Verlusten von sechs... Weiterlesen

 

Endlich die erste Pop-up Bike Lane

29. Mai 2020

 

Beginn der Pop-up Verkehrswende: Eine neue Fahrradspur auf der Danziger Straße.

Der Nachbarbezirk Friedrichshain-Kreuzberg hat berlinweit den viel beachteten Anfang gemacht, endlich gibt es nun auch auf beiden Seiten der Danziger Straße zwischen Greifswalder Straße und Prenzlauer Allee eine geschützte Fahrradspur. Unter anderen hatte das Netzwerk Fahrradfreundliches Pankow vor allem eine Entschärfung der Kreuzung Greifswalder Straße / Danziger Straße lange gefordert. Im Sommer 2017 wurde hier eine Radfahrerin von einem Lkw überrollt und getötet. Nun ging nach langer Debatte auf einmal alles ganz schnell und je ein Fahrstreifen auf der Danziger Straße, auf denen sonst Autos fahren, wurde zur Fahrradspur. Damit das keine Eintagsfliege bleibt, hat die Linksfraktion... Weiterlesen

 

 
 

LINKE Pankow @Instagram

 

Schon seit 2010 sind wir auf Facebook präsent und haben mittlerweile über 1.500 Abonnent*innen. Seit über drei Jahren twittern wir außerdem über alles, was im LINKEN Bezirksverband und Bezirk Pankow passiert.

Ab sofort weiten wir unser Online-Angebot aus und sind jetzt auch auf Instagram zu finden:

https://www.instagram.com/linkepankow/

Folgt uns für die neuesten Infos zu politischen Aktionen und Forderungen der LINKEN in Pankow. Wir freuen uns über Eure Kommentare!

 
 

Aufruf "Wann, wenn nicht jetzt!"

 
Auszug aus dem Aufruf der Bundesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten und mehr als 20 bundesweit aktiven Verbänden, Organisationen und Gewerkschaften, mit konkreten Forderungen an die Bundesregierung und Arbeitgeber*innen:

Corona hat das Leben in Deutschland und in der Welt grundlegend verändert. Deutlich wird, dass die wirtschaftlichen und sozialen Kosten Frauen wesentlich stärker treffen. Die Pandemie vergrößert alle gleichstellungs- und frauenpolitischen Probleme/Schieflagen, auf die wir bereits seit Jahrzehnten hinweisen. Angesichts der existenziellen Krise wird deutlich, wie lebensbedrohlich sich die über Jahre privatisierte und eingesparte öffentliche soziale Infrastruktur und die falschen Arbeitsbewertungen jetzt auf unseren Lebensalltag auswirken.

Wann, wenn nicht jetzt werden unsere frauen- und gleichstellungspolitischen Forderungen anerkannt und umgesetzt? Wir erwarten von Politik, Arbeitgeber*innen und allen Verantwortungsträger*innen ein ebenso mutiges, sachbezogenes und schnelles Handeln wie jetzt in der Zeit von Corona.

Wann, wenn nicht jetzt, wird deutlich, welches die Jobs sind, die das Überleben sichern und die unter Bedingungen der Corona-Pandemie als systemrelevant gelten. Es sind Kranken- und Altenpfleger*innen, Verkäufer*innen, Medizinische Fachangestellte, Erzieher*innen und alle, deren Arbeit in der Öffentlichkeit gar nicht wahrgenommen wird. Menschen, die in den Küchen, den Wäschereien, in der Verwaltung der Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen und in den Rettungsdiensten u.a.m. arbeiten. Sie halten den Laden am Laufen und dass, obwohl sie sich tagtäglich einer erhöhten Ansteckungsgefahr aussetzen. Es sind die sogenannten „Frauenberufe“, die in Deutschland schlecht bezahlt und häufig unter schwierigen Arbeitsbedingungen erledigt werden. Gesellschaftlich notwendige Arbeit muss jetzt und für die Zukunft neu bewertet werden.

Wann, wenn nicht jetzt, wird deutlich, dass die eigenen vier Wände für einige Frauen der gefährlichste Ort im Leben sind. Vielfach kommt es zu einer angespannten finanziellen Situation in den Familien. Unter den eingeschränkten Bedingungen wachsen Spannungen und Stress. Fälle von partnerschaftlicher Gewalt haben bereits wenige Wochen nach den Einschränkungen zugenommen.

Wann, wenn nicht jetzt, wird deutlich, wie schwierig die Alltagssituation für Alleinerziehende ist, wenn die Betreuungseinrichtungen geschlossen sind und vom Arbeitgeber Homeoffice angeordnet wird. In Alleinverantwortung mit Kindern zu Hause arbeiten, ist eine maßlose Überforderung. Die überwiegende Mehrzahl der erwerbstätigen Alleinerziehenden sind Frauen.

Hier gibt es den gesamten Aufruf zum Download. Bitte unterschreibt hier die gleichlautende Petition.

 
 

Beschluss des Landesvorstands zur anstehenden S-Bahn-Ausschreibung

 

Der Landesvorstand DIE LINKE. Berlin hat sich in einer außerordentlichen Videokonferenz Ende Mai mit der aktuellen Situation bezüglich der anstehenden Ausschreibung von Teilnetzen und Instandhaltung bei der Berliner S-Bahn beschäftigt. Dabei wurde die zuletzt mit großer Mehrheit durch den Landesparteitag am 23. November 2019 beschlossene Position bekräftigt: Wir wollen einen S-Bahn-Betrieb aus einer Hand und den Schutz der Arbeitnehmer*innen (Beschäftigungssicherung und Tarifbedingungen). Deshalb lehnen wir eine Zerschlagung der S-Bahn ab (https://dielinke.berlin/parteitag/7/3-tagung/det/news/keine-zerschlagung-der-s-bahn/).

Der Landesvorstand stellt sich mit dem einstimmig gefassten Beschluss an die Seite der Gewerkschaft EVG, deren Vertreter auch an der Landesvorstandssitzung teilgenommen haben. Eine Ausschreibung der S-Bahn-Leistungen ohne weitgehende Berücksichtigung der Beschäftigteninteressen kann es für uns nicht geben.

Entsprechend unseres Landesparteitagsbeschlusses, der die Richtschnur für die Arbeit unserer Abgeordnetenhausfraktion sowie unserer Mitglieder im Senat bildet, bestärken wir mit unserem Beschluss folgende Haltung:

  • Umfassende Beschäftigungssicherung der bisherigen Beschäftigten
  • Keine Verschlechterung bei Entgelten und tariflichen Regelungen
  • Verpflichtung zu einer Mindestzahl an Ausbildungsplätzen und Sicherung der Beschäftigung schwerbehinderter Menschen
 
 

Kurzinfo zur Ausbeutung in der Saisonarbeit

 
Die Würde des Spargels ist unantastbar? Wie osteuropäische Beschäftigte in der Landwirtschaft ausgebeutet werden

Anfang April wurden Arbeitskräfte aus Rumänien eingeflogen, um auch zu Corona-Zeiten den Spargel zu ernten. Am 11. April starb der erste rumänische Arbeiter mit Corona-Infektion. Seitdem sind Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft immer wieder in der Diskussion. Etwa 300 000 osteuropäische Saisonarbeiter*innen sind in der Landwirtschaft im Einsatz. Zusätzlich gibt es 200 000 Festbeschäftigte. Damit machen die osteuropäischen Beschäftigten 60 Prozent aus. Die überwiegende Mehrheit von ihnen kommt aus Rumänien, Polen und Bulgarien. Ein kleinerer Anteil kommt aus Kroatien, Ungarn, Serbien und seit jüngster Zeit auch aus der Ukraine. Die allermeisten Saisonarbeiter*innen sind EU-Bürger*innen. Sie haben im Rahmen der Arbeitnehmerfreizügigkeit unbegrenztes Aufenthalts- und Arbeitsrecht in Deutschland. Es ist irreführend, wenn CDU-Landwirtschaftsministerin Klöckner und einige Amtskolleg*innen in den Bundesländern behaupten, bei der Ausweitung der Zeitdauer kurzfristiger Beschäftigung auf 115 Tage gehe es darum, dass die Beschäftigten nicht wieder ausreisen müssten. Die zuständige Gewerkschaft IG BAU weist darauf hin: EU-Bürger*innen haben unbegrenztes Aufenthaltsrecht. Die Betriebe müssen die Beschäftigten nicht „auswechseln“ – sie müssen nach dieser Frist nur Sozialversicherungsbeiträge für die Arbeiter*innen zahlen. Für „kurzfristige Beschäftigung“ werden ähnlich wie bei Minijobs normalerweise keine Kranken-und Rentenversicherungsbeiträge fällig.

Die Alternative: Anständige Löhne und Sozialversicherungsbeiträge für die Beschäftigten zu zahlen! Auch die IG BAU fordert, die Erntearbeiter*innen in die Sozialversicherung einzubeziehen. „Rentenansprüche werden durch die 70-Tage-Regelung nicht erworben, obwohl viele Saisonarbeitskräfte über Jahre und Jahrzehnte hinwegregelmäßig in der hiesigen Landwirtschaft arbeiten.“ Zudem hat der fehlende Sozialversicherungsschutz für betroffene Beschäftigte „größte Nachteile wie etwa bei einer Erkrankung oder bei Invalidität.“

DIE LINKE fordert deshalb:

  • Zoll, Arbeitsschutzbehörden und Gesundheitsämternmüssen besser ausgestattet werden und brauchen mehr Personal. Die Einhaltung von Hygieneschutzmaßnahmen, Arbeitsschutz und Mindestlohn müssen flächendeckend kontrolliertwerden. Verstöße müssen hohe Strafen für die Unternehmen nach sich ziehen.
  • Die Unternehmen müssen die Kosten für die Einhaltung der hygienischen Bedingungen und des Arbeitsschutzes tragen, nicht die Beschäftigten.
  • Das gewerkschaftliche Zutrittsrecht zu Betriebsstätten muss überall sichergestellt werden.
  • Auch für „kurzfristige Beschäftigung“ müssen Sozialversicherungsbeiträge gezahlt werden. Beschäftigte haben ein Recht auf soziale Absicherung durch ihre Arbeit. Dies gilt auch für osteuropäische Arbeiter*innen.
  • Lohnabzüge für Unterkunft und Verpflegung durch den Betrieb müssen rechtlich streng begrenzt werden, z.B. durch Bindung an die Sachbezugswerte des Sozialversicherungsrechts im SGB IV. Dies gilt auch, wenn die Beschäftigten bei Dritten untergebracht und verpflegt werden.

Hier gibt es die Kurzinformation des Parteivorstands zum Download.

 
 

Für eine solidarische Zukunft nach Corona

 

Die Parteivorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger haben zusammen mit dem Bundesschatzmeister Harald Wolf und dem Bundesgeschäftsführer Jörg Schindler ein Strategiepapier mit Vorschlägen zur strategischen Positionierung der LINKEN vorgelegt, das ihr unter dem folgenden Link findet: https://www.die-linke.de/start/nachrichten/detail/fuer-eine-solidarische-zukunft-nach-corona/

Darin formulieren sie als LINKE Aufgaben

  1. Ein sozialer Schutzschirm für alle
  2. Die Gleichheit der Menschen verteidigen: gegen Diskriminierung von Alten und Geflüchteten
  3. Politische Grundrechte verteidigen
  4. Für eine solidarische Gesellschaft kämpfen, sozial-ökologischen Systemwechsel vorantreiben

und skizzieren drei mögliche Zukunftspfade:

  • Erstens: Herausbildung eines autoritären Kapitalismus
  • Zweitens: Modernisierung des Kapitalismus
  • Drittens: Sozial-ökologischer Systemwechsel oder: Für einen linken Green New Deal
 
 

Pauls neue Podcast-Reihe "Zwischen Partys, Politik und Pailletten"

 

Unser Vorstandsmitglied und kinder- und jugendpolitischer Sprecher der Linksfraktion Pankow, Paul Schlüter startet mit einer neuen Podcast-Reihe:

Unter dem Motto "Zwischen Partys, Politik und Pailletten" spricht der Kommunalpolitiker und nebenberufliche DJ mit interessanten Gesprächspartner*innen über alle wichtigen Themen dieser Welt.

Die erste Folge mit unserem Pankower Bundestagsabgeordneten Stefan Liebich ist ab sofort bei Spotify online.

In dieser Folge erfahrt ihr u. a. warum Stefan nicht wieder für den Bundestag kandidieren wird und wie es für ihn nach der Wahl weitergeht. Warum Paul Stefan eine Flasche Berliner Luft schenkt und ob Stefan lieber eine Drag Queen oder Vorsitzender der FDP wäre, auch diese Fragen werden in dem Podcast beantwortet.

Hört doch mal rein!

 
 

Online-Veranstaltungs-Tipps

 
Ökonomisierung schulischer Bildung - Unterwerfung unter ökonomische Interessen oder notwendige Anpassung an die Erfordernisse der Zeit? Präsentation der neuen RLS-Studie

Unser im Vergleich zu anderen Ländern immer noch weitgehend staatlich organisiertes und kontrolliertes Schulsystem wird zunehmend von wirtschaftlichen Interessen und Akteuren unterwandert. Diese These belegt Tim Engartner, Professor für Didaktik der Sozialwissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt/Main, in seiner neuen Studie «Ökonomisierung schulischer Bildung – Analysen und Alternativen», die er im Auftrag der Rosa-Luxemburg-Stiftung verfasst hat.

Am 3. Juni um 18:00 Uhr wird die Rosa-Luxemburg-Stiftung die Studie vorstellen und mit den folgenden GesprächspartnerInnen diskutieren:

  • Prof. Tim Engartner, Autor der Studie «Ökonomisierung schulischer Bildung»
  • Ilka Hoffmann, im Vorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) für Schulen zuständig und ausgebildete Grund-, Haupt- und Sonderschullehrerin
  • Jürgen Kaube, Herausgeber der FAZ, der sich in seiner Zeitung mit Bildung und Wissenschaft beschäftigt
  • Moderation: Karl-Heinz Heinemann, Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW

Die DiskutantInnen werden die Studie aus unterschiedlichen Blickwinkeln bewerten. Danach gibt es die Möglichkeit (via Zoom), Fragen zu stellen und an der Diskussion teilzunehmen.

Alle Informationen gibt es hier.


Frühlingsakademie 2.0 zu sozial-ökologischer Transformation. Die Hütte brennt.

Jetzt erst recht: Die Frühlingsakademie der LINKEN geht online, denn das Klima kann nicht warten. Dieses Jahr können wir uns zwar nicht am schönen Werbellinsee treffen und weiterbilden. Dafür werden wir viele der Veranstaltungen von der Wiese an den Bildschirm verlegen. Keine einfache Entscheidung. Uns ist bewusst, dass die virtuelle Welt die magische Atmosphäre am Werbellinsee nicht ersetzen kann, aber wir sind überzeugt: Politische Bildung zu drängenden Themen ist wichtiger denn je.

Die Frühlingsakademie findet daher als Online-Reihe statt: Zwischen Ende Mai und Ende Juni wird es an zahlreichen Abenden spannende Bildungsangebote in unterschiedlichen Online-Formaten geben: Vortrag, Webinar, interaktives Seminar, Streitgespräch, moderierte Kleingruppen. Lasst euch überraschen!

Die inhaltliche Klammer der Veranstaltungen bleibt die globale Klimakrise, welche die Menschheit vor Herausforderungen stellt, angesichts derer Corona uns wie ein kleiner Trainingslauf erscheinen wird. Nach und nach veröffentlichen wir hier immer mehr Themen, Termine und geladenen Gäste.

Das Programm und wie Ihr teilnehmen könnt, erfahrt Ihr hier: https://www.die-linke.de/partei/politische-bildung/bildungsveranstaltungen/fruehlingsakademie-2020/programm/

 
 

Termine

 

Sprechstunde von Paul Schlüter, Linksfraktion Pankow
10. Juli 2020, 11:00 Uhr, Rathaus Center Pankow, Breite Straße

 

Offene Sprechstunde von Paul Schlüter, kinder- und jugendpolitischer Sprecher der Linksfraktion in der BVV Pankow, unter freiem Himmel: am 10. Juli um 11 Uhr vor dem Rathaus Center Kommt vorbei und fragt unseren Bezirksverordneten aus. Mit freundlicher Unterstützung des Ortsverbands Pankow Zentral. mehr

 

Öffentliche Sitzung
27. Juli 2020, 19:00 Uhr, Berlin, Bürgerbüro Bluhm – Seidel – Wolf

 

des Bezirksvorstands DIE LINKE. Pankow mehr

 

Vorstandssitzung des Ortsverbands Weißensee
3. August 2020, 17:30 Uhr, Pistoriusstraße 24, in den Räumen des Bildungsverein am Kreuzpfuhl

 

mehr

 

Sitzung des OV um 18.00 Uhr als Videokonferenz
11. August 2020, Berlin, Wahlkreisbüro Liebich

 

Einladungslink folgt bzw. wenn möglich, direktes Treffen. mehr

 

Mitgliederparty des Bezirksvorstand Pankow
14. August 2020, 18:00 Uhr, Freizeithaus, Pistoriusstraße 23, 13086 Berlin

 

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Mitgliederparty
14. August 2020, 18:30 Uhr

 

DIE LINKE. Pankow lädt zur Mitgliederparty ein! mehr

 

 
 

Zum Nachlesen

 
  • Neues Deutschland: Der Gipfelstürmer Udo Wolf tritt als Fraktionsvorsitzender ab
  • rbb24: Anne Helm und Carsten Schatz sind neue Vorsitzende der Linksfraktion Berlin
  • taz: Berlins Kultursenator Klaus Lederer über Coronafolgen: „Das Korrektiv der Kultur fehlt“
  • B. Z.: Wer zahlt für Corona? Pankows Bezirksbürgermeister Sören Benn schreibt, was ihn bewegt
  • Berliner Woche: Trauer um eine Kämpferin: Doris Syrbe starb im Alter von 79 Jahren
  • Tagesspiegel: Ehrenmal in Buch mit Hakenkreuzen beschmiert
  • Tagesspiegel: Ein Jahrhundert Kinogeschichte - "Colosseum" meldet Insolvenz an
  • Tagesspiegel: Jahn-Stadion: Benn gegen Abriss, Sportverbände dafür. Die Debatte um Stadionabriss und Umgestaltung des Jahn-Sportparks geht weiter
  • Berliner Woche: Keine Parkbänke auf dem Anger
  • Berliner Zeitung: Berlin eröffnet erste Quarantäne-Station für Obdachlose
  • taz: Zurück zu den Wurzeln: Die Fête de la Musique wird trotz Corona stattfinden, und nicht nur im Internet
  • Tagesspiegel: Sie saugen Regenwasser auf wie Schwämme - Berlin will 1000 grüne Dächer, aber es fehlen noch 993
  • Neues Deutschland: "Es kommen absolut bittere Zeiten auf uns zu" Arbeitssenatorin Elke Breitenbach will durch Coronakrise erwerbslos gewordenen Menschen schnell helfen
  • Halina Wawzyniak: Die verheerende Logik hinter der Schattenmiete
  • PROKLA: Die Form des Wirtschaftens ändern - Mit dem Sozialstaatsprinzip zu Vergesellschaftungen

Aktuelle Nachrichten und Artikel gibt es jederzeit auf unserer Facebook-Seite: www.fb.com/LinkePankow

 
 

Die Linksfraktion Berlin sucht dich!

 

Die Fraktion DIE LINKE. im Abgeordnetenhaus von Berlin sucht zum 1. November 2020 eine*n

Referent*in für den Bereich Haushalt und Finanzen.

Zu den Aufgaben gehören v.a.:

  • inhaltliche Begleitung der Fachausschüsse (Hauptausschuss, ggf. von Unterausschüssen) sowie deren Vor- und Nachbereitung
  • eigenständige Erarbeitung von Analysen, Stellungnahmen und Vorlagen zum Fachgebiet Haushalt / Finanzen
  • selbständige Kooperation mit anderen Fachbereichen der Fraktion, mit den Koalitionspartnern sowie zu fachbezogenen außerparlamentarischen Partnerinnen und Partnern
  • fachpolitische Beratung der Ausschussmitglieder der Fraktion DIE LINKE. im Abgeordnetenhaus von Berlin
  • Mitarbeit bei der fachbezogenen Öffentlichkeitsarbeit

Hier gibt es die Ausschreibung online.

 
 

Impressum

Bezirksverband Pankow
Fennstraße 2
13347 Berlin
Telefon: +49.30.44017780
Fax: +49.30.44017781
bezirk@die-linke-pankow.de

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