DIE LINKE. Bezirksverband Pankow
Newsletter Heraus zum 1. Mai und Stilles Gedenken am 8. Mai

 

Inhaltsverzeichnis

 
  1. LINKE-Flyer zum Tag der (Sorge)Arbeit am 1. Mai
  2. Stilles Gedenken zum Tag der Befreiung am 8. Mai
  3. 75 Jahre Kriegsende am 8. Mai: Virtuelle Ausstellung
  4. Digitale Bildungsangebote der Helle Panke

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Genossinnen und Genossen,

 

der 1. Mai ist in diesem besonderen Jahr ein wichtiges Datum, um auf die unbezahlte oder unterbezahlte Sorgearbeit aufmerksam zu machen. Feminist*innen weisen schon lange darauf hin, dass der 1. Mai nicht nur der Tag der sogenannten produktiven Arbeit ist, sondern auch der reproduktiven Arbeit – all jener Sorgetätigkeiten, die meist schlecht bezahlt werden oder auch unbezahlt Zuhause stattfinden und die zum allergrößten Teil von Frauen und Queers, unter ihnen sehr viele Migrant*innen, ausgeführt werden. Angesichts der aktuellen Pandemie und ihrer gesellschaftlichen Folgen gilt das für diesen 1. Mai wie nie zuvor. Sorgearbeit ist zwar nicht mehr so unsichtbar wie zuvor, aber sie ist heute noch intensiver und noch prekärer. Deshalb müssen wir uns organisieren und gemeinsam kämpfen, damit wir aus der Krise die Erkenntnis hinüberretten, dass sich jegliches Gesellschaftssystem um das Leben drehen muss und nicht um den Profit. Denn die Auseinandersetzungen darüber, wer für diese Krise eigentlich bezahlen soll und was wir für ein Gesundheitssystem in der Zukunft brauchen haben längst begonnen.

Diese Auseinandersetzungen müssen wir führen, in den Parlamenten, in den sozialen Medien und auf den Straßen und Plätzen dieser Republik. In diesem Jahr stellt uns das im Angesicht der Corona-Krise vor besondere Herausforderungen, da die Gesundheitsvorschriften wichtig sind und wir diese natürlich einhalten wollen. Aber wir auch in der Corona-Krise den 1. Mai auf der Straße und den öffentlichen Plätzen zu begehen. Selbstverständlich unter Wahrung der Hygiene- und Abstandsregeln!

Alle Informationen und politischen Forderungen der LINKEN findet ihr hier. Wir stellen außerdem hier ein Materialpaket für eure eigenen 1. Mai Aktivitäten bereit, sowohl für Social Media als auch für die Sichtbarkeit auf der Straße, Balkonen, Fenster und vor den Betrieben. Außerdem haben wir für alle neun Ortsverbände Sprühkreide und Schablonen bestellt, bitte meldet euch hier für die Abholung.

Lasst uns die Forderungen im öffentlichen Raum sichtbar machen. Es geht nicht darum, möglichst viele Menschen auf einen Raum zu mobilisieren, sondern lieber in kleinen Gruppen (5 bis 10 Personen) dezentral an möglichst vielen Stellen sichtbar zu sein, zum Beispiel:

  • Solidaritätskundgebungen vor Krankenhäusern und Kliniken
  • Solidaritätstransparente an Brücken, Gebäuden, auf Plätzen und in Parks
  • Hängt Plakate an öffentliche Stellen
  • Hängt Transparente von Balkonen und aus den Fenstern
  • Steckt den Flyer in Briefkästen und hängt die Plakate in Hausflure

Wichtig ist uns dabei, jedes gesundheitliche Risiko für die Beteiligten auszuschließen und die Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten! Wenn ihr Fragen dazu habt, meldet euch bei uns.

Passt auf euch auf und unterstützt euch gegenseitig! Wir hoffen, dass wir uns bald wieder persönlich sehen.

Euer Bezirksvorstand DIE LINKE. Pankow

 
 

LINKE-Flyer zum Tag der (Sorge)Arbeit am 1. Mai

 

Der 1. Mai ist der Kampftag der Arbeiter*innenbewegung. Zum ersten Mal seit 130 Jahren wird der Tag in diesem Jahr ohne Demonstrationen und Versammlungen der Beschäftigten und ihrer Gewerkschaften sowie ohne die LINKEN Demonstrationen und Feste ablaufen, aus Sorge vor einer weiteren Verbreitung des Coronavirus. Solidarität heißt dieses Mal: Abstand halten.

Doch weiter gilt: Gemeinsam sind wir stark! Die Corona-Krise hat gezeigt: Ohne die Beschäftigten geht es nicht. Gesundheit, Pflege, Landwirtschaft, Arzneimittel und Medizintechnik, Einzelhandel, Reinigungskräfte, Logistik und Postzustellung – das ist systemrelevant! Aber so werden die Beschäftigten – in der Mehrzahl Frauen – nicht bezahlt.

Unser Flyer fasst die wesentlichen Forderungen der LINKEN zusammen, u. a.:

  • Systemrelevante Berufe müssen auch so bezahlt werden! Corona-Zulagen von 500 Euro für alle Beschäftigten in versorgungsrelevanten Berufen.
  • Lohnfortzahlung, die zum Leben reicht! Mit den Gewerkschaften fordern wir: Das Kurzarbeitergeld muss auf 90 Prozent aufgestockt werden.
  • Kündigungsschutz! Unternehmen, die finanzielle Hilfen erhalten, dürfen Beschäftigte nicht entlassen.
  • Kein Zwang zum Arbeitseinsatz! Erwerbslose oder Asylbewerber*innen für Ernteeinsätze in der Landwirtschaft zu verpflichten, lehnen wir ab.
  • Mieterschutz! Keine Kündigungen von Wohnungen während der Krise. Keine Mieterhöhungen. Zwangsräumungen, Strom-, Wasser- und Telefonsperrungen müssen verboten werden.
  • Die Reichen müssen zahlen! Für eine gerechte Finanzierung der Kosten der Krise wollen wir eine Abgabe auf hohe Vermögen – 5 Prozent ab der zweiten Million!

DIE LINKE. kämpft mit den Beschäftigten und ihren Gewerkschaften. Für Arbeit, die zum Leben passt. Für eine Gesellschaft, in der Menschen vor Profite gehen. Macht mit. Zeigt euch. Lasst euch nicht einschüchtern. Und bleibt gesund.

 
 

Stilles Gedenken zum Tag der Befreiung am 8. Mai

 

Den diesjährigen 75. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus am 8. Mai wollten wir gemeinsam mit einem parteiübergreifenden Bündnis gebührend feiern. Mit einem Befreiungsfest in Berlin-Buch in der Nähe des Sowjetischen Ehrenmals wollten wir gemeinsam mit vielen Pankowerinnen und Pankowern die Opfer und Verfolgten würdigen und den Befreierinnen und Befreiern danken.

Nach umfänglicher Abwägung und unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben angesichts der COVID-19 Pandemie musste das Bündnis das Befreiungsfest leider abzusagen.

Gleichwohl rufen wir alle Pankowerinnen und Pankower auf, am 8. Mai 2020 ein Zeichen des Friedens und der Mahnung zu setzen. Danken wir den Befreierinnen und Befreiern, setzen wir ein Zeichen gegen Krieg und Faschismus.

Nehmt teil am Stillen Gedenken an den Ehrenmälern, gedenkt zu Hause oder setzt ein sichtbares Zeichen gegen Faschismus am Fenster oder in den sozialen Medien.

Trotz der Beschränkungen wollen wir dem erneuten Aufkeimen von rechten und rassistischen Einstellungen entgegentreten und ein gemeinsames Zeichen für Demokratie und Vielfalt setzen.

Wir rufen unsere Pankower Genoss*innen insbesondere zum Stillen Gedenken von 10 bis 18 Uhr am Sowjetischen Ehrenmal in Buch in der Wiltbergstraße auf.

 
 

75 Jahre Kriegsende am 8. Mai: Virtuelle Ausstellung

 

Durch die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie läuft vieles anders als geplant, auch das Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa am 8. Mai vor 75 Jahren. Aufgrund der Beschränkungen wird es keine großen Veranstaltungen am Brandenburger Tor und an anderen historischen Orten in Berlin geben können.

Die dort vorgesehenen Projekte wurden abgesagt und das Gedenken stattdessen ins Internet verlagert. Online ist vom 2. Mai bis zum 2. September die virtuelle Ausstellung "Nach Berlin" unter 75jahrekriegsende.berlin zu sehen. Über die Smartphone-App "Augmented Berlin" können Interessierte vergleichen, wie historische Orte in Berlin heute aussehen und wie ihr Zustand 1945 war. Ganz analog wird am 8. Mai immerhin ein Dank in den Sprachen der vier Siegermächte an das Brandenburger Tor projiziert.

Um das Gedenken an 1945 über 2020 hinaus zu stärken, hat sich Berlins Kultursenator Klaus Lederer außerdem für den 8. Mai als bundesweiten Feiertag ausgesprochen. Der Tag von Kriegsende und Befreiung müsse ein größeres Gewicht bekommen, sagte der LINKE-Politiker am Montag in Berlin.

"Der Tag des endgültigen Sieges über das verbrecherische System, das so vollständig mit jedem Humanismus gebrochen hat, so entsetzliche viele singuläre Verbrechen begangen hat, sollte in jedem Jahr als gesetzlicher Feiertag begangen werden", sagte Lederer. Mehr dazu gibt es hier beim rbb.

 
 

Digitale Bildungsangebote der Helle Panke

 

Neben vielen anderen Bildungseinrichtungen bietet auch die "Helle Panke e. V. - Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin" ein digitales Bildungsangebot während der Corona-Zeit an. Drei bis vier Mal pro Woche veröffentlicht die Helle Panke um 17 Uhr auf ihrer Homepage über einen eingebundenen Youtube-Link bzw. auf den Facebook-Seiten "Helle Panke" und "Junge Panke" die neuen Beiträge in der Reihe "3x3".

In der Reihe "3x3" werden Menschen aus dem Umfeld des Bildungsvereins drei Fragen gestellt, die in jeweils drei Minuten beantwortet werden. Die Referierenden erhalten dabei die Möglichkeit, die Auswirkungen der Corona-Virus-Pandemie auf ihren Bereich kurz darzustellen. Dabei wird auch über die Grenzen hinweg in andere Länder geschaut sowie ein Blick in die Geschichte des Umgangs mit Seuchen und Krankheiten gewagt.

Veranstaltungstipp:

Am 30. April wird in der 7. Folge von "3x3" unsere Pankower Genossin und Buchhändlerin Friederike Hartwig-Weigert befragt, wie sich die Corona-Krise auf den Buchhandel und insbesondere kleine Buchläden auswirkt. Sie führt gemeinsam mit Anne Gregor die Buchhandlung "Die gute Seite" in Berlin Rixdorf und sie engagiert sich in der Ini "Neuköllner Buchhandlungen gegen Rassismus".

Hier können die ersten beiden Folgen angeschaut werden:

 
 

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Fax: +49.30.44017781
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