DIE LINKE. Bezirksverband Pankow
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Inhaltsverzeichnis

 
  1. Mach mit beim Wahlprogramm!
  2. Wir suchen dich!
  3. Miteinander – Füreinander! Die Volkssolidarität wird 75 Jahre alt

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Genossinnen und Genossen,

 

wir alle spüren die Beschränkungen im öffentlichen Leben durch die Coronavirus-Pandemie. Die ökonomischen und sozialen Auswirkungen sind noch nicht abzuschätzen. Aber schon jetzt wissen wir, dass die Anzahl der von Kurzarbeitergeld und Erwerbslosigkeit Betroffenen steigt, häusliche Gewalt zunimmt, die Kneipe nebenan, Kleinunternehmer*innen und Soloselbständige um ihre Existenzen bangen, die seelsorgerischen und psychiatrischen Anlaufstellen alle Hände voll zu tun haben. Unter den Bedingungen der Schuldenbremse und sinkenden Steuereinnahmen beginnt schon jetzt die Debatte, wer eigentlich für die ganzen Kosten aufkommen wird. Wir sagen: Es darf nicht in die Krise hinein gespart werden. Wir brauchen Investitionen. Das gilt besonders für die Öffentliche Daseinsvorsorge. Die Vermögensteuer muss wieder in Kraft gesetzt werden: 5% auf alle Vermögen oberhalb von einer Million Euro. Bei der Einkommensteuer muss der Freibetrag für Geringverdienende erhöht werden. Kürzungen bei den Sozialleistungen darf es nicht geben. Im Gegenteil: Wir brauchen eine soziale Mindestsicherung, die ein Leben in Würde ermöglicht und Teilhabe garantiert.

Hier gibt es die politischen Forderungen des Landesvorstands DIE LINKE. Berlin:
www.dielinke.berlin/nc/start/det/news/wie-weiter-in-der-corona-krise/

Der geschäftsführende Landesvorstand DIE LINKE. Berlin hat am 15. April beschlossen, alle öffentlichen Veranstaltungen und Versammlungen bis zum 17. Mai 2020 abzusagen und den Bezirksverbänden empfohlen, ebenso zu verfahren.

Der Bezirksvorstand DIE LINKE. Pankow hat deshalb am 20. April 2020 beschlossen, alle Veranstaltungen vorerst bis zum 17. Mai sowie den Basistag am 18. Mai abzusagen. Es ist schmerzlich, unser traditionelles Fest an der Bötzoweiche am 1. Mai und das geplante Fest zum Tag der Befreiung am 8. Mai abzusagen. Aber wir werden dennoch am 1. Mai und am 8. Mai im öffentlichen Straßenbild und in den sozialen Medien präsent sein und rufen unsere Genoss*innen zum Stillen Gedenken in kleinen Gruppen am 8. Mai auf. Kundgebungen bis zu 50 Personen unter freiem Himmel werden ab 4. Mai unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln erlaubt sein. Wir hoffen sehr, dass wir den Befreierinnen und Befreiern am 8. Mai würdig gedenken können. Ob das Kinderfest im Juni stattfinden kann, werden wir auf unserer nächsten Sitzung entscheiden.

Unsere im März geplante Hauptversammlung mussten wir verschieben und planen derzeit, diese mit einer verkürzten Tagesordnung für die Wahl der Bundesparteitagsdelegierten am 29. August durchzuführen. Die konstituierende Sitzung des Bezirkswahlbüros am 12. Mai werden wir virtuell durchführen. Außerdem wollen wir diesen Termin nutzen, um ein weiteres Vernetzungstreffen mit den Ortsvorständen durchzuführen. Anfang Mai  werden wir dazu einladen.

Unsere Regionalgeschäftsstelle bleibt vorerst geschlossen. Wir sind aber weiterhin telefonisch unter Tel. 44017780 oder schriftlich (bezirk@die-linke-pankow.de) zu erreichen. Außerdem gibt es eine Reihe an Veranstaltungen und Vorträgen, die einfach von zu Hause angesehen oder angehört werden können: www.die-linke.de/start/livestreams/.

Auch wenn das Parteileben gerade erschwert ist, bitten wir unsere Genoss*innen in Kontakt zu bleiben und regelmäßig zu telefonieren oder eine E-Mail bzw. einen Brief zu schreiben. Seid für einander da. Seid solidarisch und helft einander.

Auf unserer Corona-Sonderseite www.die-linke-pankow.de/corona geben wir einen Überblick zu nützlichen Links für Hilfsangebote, Unterstützungsmöglichkeiten und Hinweise für das Parteileben unter den Bedingungen der Corona-Pandemie.

Der Bezirksvorstand DIE LINKE. Pankow

 
 

Mach mit beim Wahlprogramm!

 

Obwohl wir uns derzeit nicht treffen können, stecken wir mitten in den Vorbereitungen für das kommende Superwahljahr 2021. Sei es telefonisch, per E-Mail und SMS oder Videokonferenz, erarbeiten wir derzeit das Grundgerüst des Wahlprogramms für unseren Wahlantritt zur Bezirksverordnetenversammlung Pankow.

Unser Wahlprogramm soll ein LINKES ABC werden, mit dem die Leser*innen unsere linken Positionen für die drittgrößte Stadt in Ostdeutschland schnell unter Schlagworten wie beispielsweise A wie Antifaschismus, B wie Bürger*innenbeteiligung und Blankenburger Süden usw. finden können.

Alle Informationen findet ihr hier.

Wir bitten Euch, bei der Erarbeitung des Wahlprogramms tatkräftig mitzutun. Bringt Eure Ideen ein, macht Vorschläge, kommt in den Arbeitsgruppen vorbei, helft beim Formulieren und übt Kritik.

Die Erarbeitung des LINKEN ABC soll überwiegend in Arbeitsgruppen geschehen. Hierzu gibt es acht Arbeitsgruppen mit festen Ansprechpartner*innen.

Ihr wollt mitmachen? Dann meldet euch! Wir freuen uns auf eine spannende Debatte.

 
 

Wir suchen dich!

 

Wir suchen neue Mitstreiter*innen, die auf Basis der Programmatik der LINKEN für die Linksfraktion in der Bezirksverordnetenversammlung kandidieren wollen. Wichtig sind Interesse an Kommunalpolitik bzw. an kommunalpolitischen Themen und auch Erfahrungen und Wissen in einem Fachgebiet.

Insbesondere freuen wir uns über weibliche Interessent*innen und Menschen mit Migrationshintergrund!

Für eine Tätigkeit als Bezirksverordnete bzw. Bezirksverordnete sind Kompetenzen notwendig. Dazu gehören soziale Kompetenzen, Belastbarkeit und Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit und Lernfähigkeit sowie die Fähigkeit, in der Öffentlichkeit zu kommunizieren.

Mit diesem Informationsmaterial möchten wir Dir eine erste Orientierung darüber geben, was eine Mitarbeit in der BVV-Fraktion bedeutet.

Unterstützungsangebote

Zur Vorbereitung der Kandidat*innen beginnen wir frühzeitig durch verschiedene und Euren Bedürfnissen angepasste Maßnahmen, wie Mentoring durch erfahrene Kolleg*innen, persönliche Gespräche und gemeinsame Besuche bei Veranstaltungen der Kommunalpolitik. Außerdem werden wir mehrmals Informationsveranstaltungen anbieten, um über die Grundlagen der Arbeit der BVV und die Verfahren des BVV-Alltags zu informieren, damit Ihr gut auf Eure Tätigkeit in der BVV vorbereitet seid.

Im Alltag der neuen Fraktion seid Ihr nicht allein: Geschäftsführung und Fraktionsvorstand sind jederzeit für Eure Fragen und Probleme da. Erfolge wie Konflikte bestreiten wir gemeinsam – die Fraktion arbeitet kollegial und solidarisch zusammen.

Wir freuen uns sehr, wenn Du Interesse hast. Für persönliche Gespräche sind wir jederzeit zu haben.

Melde Dich unter: Linke2021@die-linke-pankow.de

 
 

Miteinander – Füreinander! Die Volkssolidarität wird 75 Jahre alt

 

Vor 75 Jahren wurde der barbarische Zweite Weltkrieg beendet. Es herrschte große Not in Deutschland, Millionen Tote, zerrissene Familien, kaputte Städte, Hunger und Elend, viele Menschen verloren ihre Heimat. Am 17. Oktober 1945 wurde der Aufruf „Volkssolidarität gegen Wintersnot!“ von der katholischen und evangelischen Kirche, den Parteien SPD, KPD, CDU und LPDP sowie dem sächsischen FDGB unterzeichnet – dies gilt zugleich als Gründungsdatum der Volkssolidarität.

Die sowjetische Militäradministration half der Entstehung einer neuen sozialen Hilfsorganisation, die sich in jener Zeit vor allem auf die Unterstützung und Hilfe für Befreite aus den Konzentrationslagern, Alte, Kinder, Kranke und Vertriebene konzentrierte. Schnell wurde die Organisation in weiten Teilen der sowjetischen Besatzungszone gebildet.

Seitdem wurde das Aufgabenfeld der Volkssolidarität immer wieder weiterentwickelt sowie den sozialen und kulturellen Erfordernissen angepasst. Vor allem in den 50er, 60er und 70er Jahren lag das Augenmerk auf die Betreuung älterer Menschen. Später wurden neue interessante und vielfältige Angebote für Jung und Alt unterbreitet. Seit einiger Zeit betreibt die Volkssolidarität auch Kitas.

Viel wurde erreicht, unser Verband ist anerkannt und hat nach wie vor einen festen Platz im System der Sozial- und Wohlfahrtsverbände. Wir, die Mitglieder, feiern selbstbewusst den 75. Geburtstag und können mit Stolz auf das Erreichte zurückblicken.

Uns ist bewusst, dass wir bei dem Erreichten nicht stehen bleiben dürfen. Wir stellen uns den neuen gesellschaftlichen Herausforderungen. Heute gibt es umfangreiche soziale und kulturelle verschiedener Wohlfahrtsverbände, staatliche und andere Einrichtungen, die sich ergänzen und oft auch konkurrieren. Eins ist aber klar: Wir als Volkssolidarität werden gebraucht. Deshalb organisieren wir unsere Angebote in drei Säulen:

  1. mit sozialen Unternehmen und Einrichtungen wie Sozialdiensten, Dienstleistungen, Kinder- als auch Kulturangeboten,
  2. als aktive Interessenvertretung in verschiedenen Gremien wie Senior*innenvertretungen und -beiräten, in Pflegeausschüssen und bringen unsere großen Erfahrungen auch im Rahmen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes u.a.m. ein sowie
  3. in unserem Mitgliederverband.

Allein in Berlin haben wir 14.000 Mitglieder, die sich nicht nur für die Unterstützung der eigenen Mitglieder engagieren, sondern auch vielen bedürftigen Älteren „unter die Arme greifen“. Mit unserem ehrenamtlichen Engagement setzen wir auch weiterhin den erfolgreichen Kurs durch die Mitwirkung und Unterstützung der fleißigen Helferinnen und Helfer fort. Unser Verband als Solidargemeinschaft wird auch weiterhin seinen Leitgedanken „Miteinander – Füreinander!“ erfolgreich umsetzen. Wir danken denjenigen Helfer*innen als auch Mitarbeiter*innen, die den Grundstein legten sowie über die 75 Jahre lebendig hielten und halten.

Auch die Volkssolidarität leistet viel, um - wie auch unmittelbar nach 1945 - Flüchtlinge nicht nur menschenwürdig unterzubringen, sondern vor allem mit dafür zu sorgen, dass ihre Integration gelingt, da sie ihre Heimat verloren haben. Älteren Menschen bieten wir neben der Einkaufshilfe, Besuchen gegen das Alleinsein und dergleichen auch interessante und abwechslungsreiche Angebote wie Kaffeenachmittage, Lesungen, Konzertbesuche und Ausflugsreisen. Wir haben unser ehrenamtliches, soziales Engagement auch in Zeiten der Pandemie aufrechterhalten und ausgebaut, zum Beispiel mit einer solidarischen Nachbarschaftshilfe. Wir sind für die Menschen da, die unsere Hilfe und Unterstützung brauchen.

Leider haben wir als Verband auch wie andere Organisationen das Problem, dass unsere Mitglieder und Helfer*innen nicht jünger werden. Wir benötigen die Unterstützung der Jüngeren, sei es als Mitglied, Spender*in oder als Förderin und als Förderer. Dies hilft uns in unserer verantwortungsvollen und schönen Sozialarbeit.

Wir brauchen auch heute Ihre und Deine Hilfe und Unterstützung auch im prosperierenden Bezirk Pankow, ob als Mitglied, als Spender*in oder als Förder*in.


Ortrud Georgy und Uwe Melzer

Hier gibt es alle Informationen und Kontakte.

 
 

Impressum

Bezirksverband Pankow
Fennstraße 2
13347 Berlin
Telefon: +49.30.44017780
Fax: +49.30.44017781
bezirk@die-linke-pankow.de

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