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Das LINKE ABC für Pankow
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Pankow ist für viele Kulturschaffende, besonders für bildende und darstellende Künstlerinnen und Künstler Wohnort und Produktionsstätte. Die Kultur- und Kreativwirtschaft prägt den Ruf des Bezirks. In Folge geringerer Kultur-Ausgaben der öffentlichen Hand und so auch der Einsparungen der Bezirke sowie durch steigende Mietkosten verschlechtern sich die Arbeitsbedingungen der Künstlerinnen und Künstler gravierend. Die Kunstszene, die maßgeblich zur Attraktivitätssteigerung von Pankower Ortsteilen beigetragen hat, wird nunmehr zunehmend Opfer einer sozialen Verdrängung, der Gentrifizierung. DIE LINKE betrachtet es als eine Aufgabe der Kommunalpolitik, im Interesse des Gemeinwesens dieser Tendenz entgegenzuwirken und die Arbeitsstätten von Künstlerinnen und Künstlern vor Umwandlung in teure Wohnnutzung zu schützen. Die Bewahrung von Produktionsräumen für professionell künstlerisch Tätige ist eine soziale und kulturelle Aufgabe zugleich. DIE LINKE hält in diesem Kontext die Einflussnahme auf die städtebauliche Entwicklung im Ortsteil Weißensee im Umfeld der Kunsthochschule und dort, wo sich in den letzten Jahren Initiativen von Kunst und Kultur angesiedelt haben, für eine zentrale Herausforderung der Bezirkspolitik.
Pankow unterstützt die freie Kulturszene mit kommunalen Galerien, der Infrastruktur der Kulturhäuser und mit Wettbewerben und Projektfördermitteln. Kommunale Galerien sind unverzichtbarer Bestandteil des Kulturangebotes, sie bewahren künstlerische Vielfalt unabhängig vom Markt und sind damit zugleich ein Mittel der Künstlerförderung. Die beiden Kulturhäuser im Bezirk – das Kulturareal am Ernst-Thälmann-Park und das Kunst- und Kulturzentrum »Brotfabrik« – spielen mit ihren Angeboten für die freie Szene eine gewichtige Rolle. Hier besteht eine wichtige Infrastruktur, die Raum für Experimente und Nischen für den künstlerischen Nachwuchs bietet. DIE LINKE wird auf die schrittweise Sanierung des Kulturareals am Ernst-Thälmann-Park mit Nachdruck hinwirken.
Die Fördermittel des Landes Berlin wie auch des bezirklichen Kulturfonds sollten aufgestockt werden. Die in Pankow geschaffenen Arbeitsplätze im Programm Kulturarbeit sind zu sichern, insbesondere die kostenlosen Beratungsangebote für die Künstlerinnen und Künstler des Bezirks müssen erhalten werden. Außerdem werden wir weiter darauf drängen, dass sich das Jobcenter den besonderen Gegebenheiten im Bezirk entsprechend angemessen auf die Berufswelt der Kulturproduzentinnen und -produzenten einstellt.