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28.08.2011

zu Gast im »Sonnenhof«

Im Gespräch mit Vorstand Jürgen Schulz
Im Gespräch mit Vorstand Jürgen Schulz
Mit Armin, der Ameise vom neuen Flughafen Berlin Brandenburg
Mit Armin, der Ameise vom neuen Flughafen Berlin Brandenburg

Die Björn-Schulz-Stiftung lud zu ihrem 8. Sommerfest ein. Gerne nahm ich die Einladung an. Das Straßenfest in der Wilhelm-Wolff-Straße war Anziehungspunkt vieler interessierter Bürger.

Ich habe eine ganz besondere Verbindung zum »Sonnenhof«. 2002 eröffnete die Björn-Schulz-Stiftung das erste und bisher einzige stationäre Kinderhospiz in Berlin und Brandenburg. Ich konnte zuvor mit meinen sozialen Erfahrungen beratend zur Seite stehen und nahm an der Eröffnung im Dezember teil. Die Initiatoren des Projektes Barbara und Jürgen Schulz hatten mit privater Initiative, vielen Unterstützern, Spendern und Freunden Unglaubliches geschaffen.

Zwölf Gäste und ihre Familien können seither hier liebevoll betreut und begleitet werden. Als Sozialmanagerin weiß ich, dass die Betreuung mit dem Tag der Diagnosestellung beginnt. Im Sonnenhof ist eine individuelle Beratung jederzeit möglich. Es ist wichtig, dass jede Familie den für sie passenden Weg finden kann. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis zu 35 Jahren erhalten auch die Möglichkeit der Pflegeentlastung. Der Pflegesatz orientiert sich an § 39a SGB V, der stationäre und ambulante Hospizleistungen regelt. Jürgen Schulz berichtet mir von Problemen mit der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin. Ich werde mich darum kümmern.

2011 nun, wird auf Grund steigender Nachfrage mit der Erweiterung des Hauses bei laufendem Betrieb begonnen. Es werden vier neue Gästezimmer ausgebaut, weitere Spielzimmer, ein Zimmer für Werken sowie zwei große Räume für das Kindertrauerzentrum und die Akademie geschaffen. Auf der Galerie wird für die Geschwisterkinder wieder ein großzügiger Spielbereich eingerichtet. Jürgen Schulz schreibt selbst über den Sonnenhof:

Eine ganzheitliche und warmherzige Herangehensweise bestimmt unser Handeln und all unsere Erfahrungen fließen darin ein. Es ist ein Haus der Freude, denn Sterben ist auch Lebenszeit. Die Kinder warten nicht auf den Tod. Unsere Betreuung verstehen wir als Lebensbegleitung.

Die Finanzierung ihrer Arbeit und der Umbau erfolgt fast ausschließlich durch Spendengelder. Die wurden auch beim Straßenfest gesammelt.

Der Sonnenhof hat mich tief beeindruckt. Ich wünsche Ihm, dass er sein Angebot erweitern kann und freue mich schon auf die Eröffnung nach dem erfolgreichen Um- und Ausbau.

Auch Sie können die Arbeit des Sonnenhofs unterstützen.
Nähere Informationen unter: www.bjoern-schulz-stiftung.de