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1. Juni 2017 extraDrei

Zukunft für den Kiezladen

Der Kiezladen Zusammenhalt in der Dunckerstraße 14 hat eine lange und bewegte Geschichte. Seine Entstehung ist eng mit der Situation kurz nach der Wende in Prenzlauer Berg verbunden. Der Senat erklärte zwischen 1992 und 1995 fünf Kieze, darunter den am Helmholtzplatz, zu Sanierungsgebieten und förderte in den vergangenen zwei Jahrzehnten mit Milliardeninvestitionen die Erneuerung der gründerzeitlichen Wohnhäuser und die Verbesserung der Infrastruktur. Betroffenenvertretungen (BV) sollten die Beteiligung der Bürger*innen an diesem Prozess sicherstellen.
Es war noch ein besetztes Haus, als die BV Helmholtzplatz die Räume bezog. Fast ein Jahr lang wurde das Ladenlokal mit Fördergeldern saniert, schon vom ersten Tag an gab es Versammlungen und Begegnungen. Es fanden Diskussionsveranstaltungen und Ausstellungen statt, ein Kiez-Chor und eine Kabarettgruppe probten dort und eine Kleiderkammer hatte ein gut nachgefragtes Angebot für Menschen mit kleinem Geldbeutel parat.
Bis 2015 wurde der Kiezladen vom Bezirksamt gefördert. Nach der Aufhebung des Sanierungsgebiets und dem Wegfall der Förderung schlossen sich Aktive zu einem Verein zusammen, der mittlerweile 60 Mitglieder zählt. Sie schaffen es, etwa zwei Drittel der nötigen Mittel für den Weiterbetrieb aufzubringen. Für die Differenz hat der Verein beim Bezirksamt einen Zuschuss beantragt und hofft auf eine Bewilligung noch in diesem Jahr. Denn in der Tat ist der Kiezladen eine wichtige Infrastruktureinrichtung. Bis dahin wird versucht, sich mit Einzelspenden über die Runden zu retten. Bei meinem Besuch habe ich einen Scheck des Vereins unserer Bundestagsfraktion überreicht.
Stefan Liebich
Mitglied des Bundestages

Kontakt

Breite Straße 11 A
13187 Berlin-Pankow
(gegenüber der Alten Pfarrkirche)
Ansprechpartnerin: Gabi Kuttner
stefan.liebich.ma04@bundestag.de
Tel.: 030.499 87 408