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27. Januar 2018 extraDrei

Tucholsky wieder hauptamtlich

Kurt-Tucholsky-Bibliothek ist zurück im Netz der Stadtbibliotheken Pankow

Aus der 12. Tagung der BVV Pankow am 17. Januar

Die reguläre Tagesordnung der 12. Tagung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Pankow begann mit der Fragestunde der Einwohnerschaft. Themen waren die Pläne zur Zukunft des »Pankower Tors«, die Situation beim Schulschwimmen, Baugenehmigung und Milieuschutz. Die Frage, warum es in Pankow so lange dauert, bis »Fahrradleichen« aus dem Straßenraum entfernt werden, konnte AfD-Stadtrat Krüger nur unbefriedigend beantworten.

In seinem Bericht betonte Pankows Bezirksbürgermeister Sören Benn (LINKE), dass bei Straßenbauarbeiten in der Stahlheimer Straße im Prenzlauer Berg in den nächsten Monaten 20 Bäume gefällt werden. Ersatzpflanzungen sind vorgesehen. Voran geht es ja seit Jahren, nur ist beim Projekt »Pankower Tor« bislang kaum ein zählbares Ergebnis erreicht. Der Bürgermeister wird den Prozess der Abstimmung zwischen Bezirk, Land und Investor zukünftig unterstützen und koordinieren. Dabei ist ihm Glück zu wünschen.

Bevor es eine langfristige, vertragliche Einigung mit der Grün Berlin GmbH bezüglich der Botanischen Anlage Blankenfelde gibt, müssen noch Fragen geklärt und auch der Beirat der BVV einbezogen werden. Deshalb wurde der bestehende Vertrag um sechs Monate verlängert.

Zu den positiven Nachrichten im Bezirk gehört, dass die Kurt-Tucholsky-Bibliothek am 9. Januar feierlich in das Netz der Stadtbibliothek Pankow zurückgekehrt ist. Sören Benn würdigte das große Engagement der Ehrenamtlichen, die diese Kiezbibliothek zehn Jahre lang betrieben und erfolgreich am Leben gehalten haben: »Pankow ist auch ein konservativer Bezirk - was gut ist, bleibt erhalten!«

Bezahlbare Arbeitsräume für Künstler*innen sind in Berlin rar. Es freut uns, dass der Senat die bestehenden Ateliers in der Prenzlauer Promenade 149-152 erhalten will und weitere an diesem Ort geschaffen werden. Um die Barrierefreiheit auf allen Etagen des Atelierhauses Prenzlauer Promenade sicherzustellen, forderte die BVV das Bezirksamt auf, sich bei den zuständigen Senatsverwaltungen dafür einzusetzen, dass bei den Sanierungs- und Ausbaumaßnahmen von Anfang an Mindeststandards für Barrierefreiheit erreicht werden. Der Antrag, der auf Initiative der Linksfraktion entstand und von den Grünen und der SPD mitunterzeichnet wurde, wurde einstimmig von der BVV beschlossen.

Matthias Zarbock
Vorsitzender der Linksfraktion Pankow