Zurück zur Startseite
1. Juni 2017 extraDrei

Nein zur Offenhaltung des Flughafens Tegel

Seit Jahren wird den EinwohnerInnen von Pankow die Schließung Tegels nach der Inbetriebnahme des BER versprochen. Die FDP will dies mit einem Volksentscheid verhindern und einen dauerhaften Weiterbetrieb des Flughafens Tegel durchsetzen. DIE LINKE sagt "Nein zur Offenhaltung von Tegel".
Innerstädtische Flughäfen sind mit nicht vertretbaren Sicherheitsrisiken sowie Lärm- und Schadstoffbelastungen für die AnwohnerInnen verbunden. Nach der Schließung von Tegel sollen große Grün- und Erholungsflächen entstehen. Ca. 9.000 Wohnungen, die Hälfte davon mit Sozialbindung, sollen errichtet werden, die Beuth-Hochschule wird sich im Terminalgebäude ansiedeln, ein Campus für Wirtschaft und Wissenschaft wird entstehen und damit tausende neue Arbeitsplätze. Das alles würde verhindert, ginge es nach dem Willen der FDP.
Darüber hinaus sprechen noch viele andere Gründe gegen einen Weiterbetrieb von Tegel. Der Bau des BER wurde nur unter der Voraussetzung genehmigt, dass die innerstädtischen Flughäfen geschlossen werden. Bleibt Tegel offen, droht die Genehmigungsgrundlage für den BER zu entfallen. Bei einem parallelen Betrieb zweier Flughäfen fallen die Betriebskosten für zwei Flughäfen bei im wesentlichen gleichen Passagieraufkommen an. Für einen dauerhaften Weiterbetrieb Tegels müssten ca. eine Milliarde in die Sanierung und Instandhaltung investiert werden. Die dann notwendigen neuen Schallschutzmaßnahmen aufgrund neuer gesetzlicher Bestimmungen kosten nochmals mindestens 400 Millionen.
Also viele gute Gründe für ein Nein zur Offenhaltung Tegels. Übrigens: Die FDP verschweigt geflissentlichst, dass Berlin gar nicht allein über eine Offenhaltung entscheiden kann. Brandenburg müsste zustimmen und hier hat Ministerpräsident Woidke schon unmissverständlich klargemacht, das Brandenburg einem Weiterbetrieb Tegels nicht zustimmen wird.
Harald Wolf
Mitglied des Abgeordnetenhauses