Zurück zur Startseite
16. März 2018 extraDrei

Ausgleichsflächen für die Realisierung der größeren Wohnungsbaustandorte

Blankenburger Rieselfeld

Für viele beabsichtigte Wohnungsbauprojekte der öffentlichen Hand sind Ausgleichsflächen erforderlich. Kurz gesagt heißt das: Für Eingriffe in Natur und Landschaft durch Bebauung müssen an anderer Stelle geeignete Flächen gefunden werden, um negative Auswirkungen auf Natur und Mensch abzumildern.

Mit einem gemeinsamen Antrag der Fraktionen DIE LINKE, SPD und Grünen hat die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Pankow das Bezirksamt aufgefordert, die Freiflächen im Bezirk zu prüfen, Bewertungskriterien sowie eine Prioritätenliste vorzuschlagen und damit die schrittweise Sicherung und Inanspruchnahme dieser Flächen anzugehen.

Wir haben in den vergangenen Monaten immer wieder an einzelnen Stellen Debatten über die beste Verwendung und Einordnung von Flächen geführt. Was uns zu einer sinnvollen Abwägung zwischen unterschiedlichen Interessen und notwenigen Bedarfen oft fehlte, war ein Überblick, eine Einschätzung der Gesamtsituation.
Die BVV hat schon länger eine ganze Reihe Vorhaben priorisiert, die im erheblichen Maße Kompensationsmaßnahmen für Eingriffe in die Natur nach sich ziehen werden. Mit dem geforderten Verfahren soll eine nachvollziehbare Entscheidungsgrundlage hinsichtlich der benötigten Maßnahmen und der verfügbaren Ressourcen geschaffen werden, um zügig auch in komplexen Gemengelagen zu guten Beschlüssen zu kommen. Dass der Bezirk durch die Vorarbeit gegebenenfalls auch Verzögerungen bei den Wohnbauprojekten vorbeugt, dürfte ein begrüßenswerter Nebenaspekt sein.

Der Antrag wurde mehrheitlich gegen die Stimmen der CDU und der AfD beschlossen.


Fred Bordfeld
Stadtentwicklungspolitischer Sprecher der Linksfraktion Pankow