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27. Januar 2018 extraDrei

Ausgezeichnetes Pankow

Das Stadtbad Oderberger Straße zur feierlichen Eröffnung im Herbst 2016

Bürgerliches Engagement fürs Denkmal

Zwei Projekte aus Prenzlauer Berg und Wilhelmsruh wurden in diesem Jahr durch den Berliner Kultursenator Klaus Lederer (LINKE) mit dem Denkmalpreis des Landes Berlin, der Ferdinand-von-Quast-Medaille, ausgezeichnet. Die beiden Preisträger können unterschiedlicher nicht sein.

Auf der einen Seite die Eigentümerin der Sprachenschule GLS Barbara Jaeschke, die in den vergangenen fünf Jahren gemeinsam mit ihrem Mann das 1986 geschlossene Stadtbad Oderberger Straße revitalisierte und es auf eigenes wirtschaftliches Risiko zu einem der begehrtesten Veranstaltungsorte in Prenzlauer Berg machte. Sie kam in den 1980er Jahren aus Niedersachsen nach Westberlin und etablierte 2005 ihre Schule an der Kastanienallee.

Auf der anderen Seite die erfolgreiche Rock-Band Rammstein, die auf dem früheren Areal von Bergmann-Borsig eine alte Industriehalle als Lagerort für ihr Equipment denkmalgerecht sanieren ließ. Der Standort ist quasi die Heimstatt der Band, auf dem Gelände nutzen die Rocker, die aus der DDR-Punk-Band Feeling B hervorgingen, auch Probenräume und ihre Unternehmungen haben dort ihre Büros. Keyboarder Flake ließ es sich nicht nehmen, neben seinem Manager den Preis in Empfang zu nehmen.

Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung und finde es großartig, dass sich sozusagen ostdeutsche Punker und westdeutsche Bildungsbürger Seite an Seite für den Erhalt von baulichen Zeugnissen der Berliner Geschichte einsetzen.

Stefan Liebich
Mitglied des Bundestages