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7. Oktober 2017 extraDrei

Als Streiter für Menschlichkeit

Hattrick beim Pankower Direktmandat für den Bundestag

Am Montagmorgen gegen 3.30 Uhr, so meldete es die dpa, lag endlich auch das Ergebnis des letzten Wahlkreises in Deutschland vor. In Berlin-Pankow, so stand da zu lesen, hat der LINKEN-Kandidat zum dritten Mal in Folge das Direktmandat gewonnen. Mit 28,8 Prozent der Erststimmen setzte er sich deutlich gegen den CDU-Aufsteiger durch. Eine lange Nacht nahm so ein erfreuliches Ende.

Insgesamt 53.618 Bürgerinnen und Bürger aus Pankow, Prenzlauer Berg und Weißensee haben mir ihre Stimme gegeben, wollen, dass ich sie erneut im Bundestag vertrete. Das sind fast 5.000 mehr als im Jahre 2013! Damit habe ich in unserem sich so rasant verändernden Bezirk nicht gerechnet. Ich bin stolz und gerührt. Allen die mich gewählt haben und all jenen, die mir hilfreich zur Seite standen, sage ich: Danke!

Denn natürlich ist eine solche Kandidatur, ein solcher Erfolg, kein Werk eines Einzelnen. Insbesondere die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer aus meiner Partei DIE LINKE. Pankow waren engagiert bei der Sache, stürzten sich mit Elan und Überzeugungskraft ins Wahlkampfgetümmel.

Es war, auch das ist nicht selbstverständlich, ein fairer und demokratischer Wettstreit mit Gottfried Ludewig, Klaus Mindrup, Stefan Gelbhaar, Daniela Kluckert und Maria von Bolla um das Direktmandat.

Doch wie vielen anderen Menschen in unserem Land ist auch mir nach dieser Bundestagswahl nicht so richtig zum Feiern. Der Rechtsruck und die verschenkte Chance auf ein Mitte-Links-Bündnis sind bitter. Ich werde, mit dem Rückenwind aus meinem Wahlkreis, weiter für Menschlichkeit streiten. Da mache ich keine Kompromisse.

Stefan Liebich
Mitglied des Bundestages