Christa Wolf, eine Große der deutschen Literatur, kann uns nicht mehr mit Novellen, Romanen, Erzählungen oder anderen Zeugnissen ihrer, unserer Zeit beglücken. 1963 veröffentlichte Christa Wolf ihre Erzählung »Der geteilte Himmel«. Die sechziger Jahre der DDR waren in der politischen Diskussion eine stürmische Zeit. Erst recht nach dieser Erzählung, die sich mit der Republikflucht eines jungen Chemikers auseinandersetzt. Mit »Der geteilte Himmel« wurde mehr Realismus über Schwierigkei- ten und Widersprüche der sozialistischen Entwicklung in die Überzeugung von Menschen getragen. Bücher von Christa Wolf veränderten uns, die jungen Leute, leider nicht die Führung der Gesellschaft. Nun ist diese Zeitzeugin nicht mehr unter uns. Ihr Werk zu lesen, lohnt noch immer.
Klaus Flemming